Auch hier wurde leider das Konzept von „Cars“ wiederverwendet: Man nehme eine ziemlich lahme, altbekannte und kitschige Story, fülle diese mit abertausenden von Klischees (vor allem der „böööööse“ Jäger und die ganze Entwicklung der „Freundschaft“ war ja Klischee pur) und füge für das schnell gefüllte Brechbehältnis noch Tonnen von Kitsch ein. Ja, sogar Patriotismus darf nicht fehlen – oder haltet ihr es etwa (auch) für völlig an den Haaren herbeigezogen, wenn ein am Geweih im Boden steckender Hirsch plötzlich anfängt, die amerikanische Nationalhymne zu pfeifen?
Was den Film vor dem („Cars“-ähnlichen) Totalabsturz gerettet hat, war, dass es hier und da trotzdem noch die ein- oder andere witzige Szene gab. Das „Plündern“ des Supermarktes oder das Finale mit den Jägern war schon recht witzig, auch zwischendurch gab es einige Lacher. Dennoch bei weitem nicht so viele, wie ich es von vergleichsweise wirklich unterhaltsamen Filmen wie „Der tierisch verrückte Bauernhof“ gewohnt bin.
Hätte man das Drehbuch noch überarbeitet, die Klischees durch echte und vor allem innovative Ideen ergänzt wäre sogar der Kitsch (außer das grässliche Ende) noch erträglich gewesen, so stößt das alles aber gleich doppelt sauer im Magen des Humor-erwartenen-Animationsfan aus. Schade!
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