Der Juni scheint, zumindest was Heimkino-Releases betrifft, ein wahrer Genuss für Horrorfans zu sein. Neben dem überaus gelungenen Remake (und auch dem Original) von "I spit on your Grave" erscheint auch der spanische Horrorthriller KIDNAPPED, glücklicherweise gleich auf Anhieb ungeschnitten. Schon seitdem der Film auf dem Fantasy Filmfest gelaufen ist gibt es erste vielversprechende Kritiken zum Film die sich in letzter Zeit immer weiter häuften. Ein gnadenloser Film, wie ein Schlag in die Magengrube soll der Film den Zuseher bedrücken. Unter diesen Voraussetzungen war natürlich klar, dass ich den Film auch möglichst schnell sehen muss und mit doch recht hohen Erwartungen konnte ich mir diesen heute endlich ansehen...
Der Inhalt: Jaime und Marta, seit vielen jahren glücklich verheiratet, ziehen mit ihrer pubertierenden, 16-jährigen Tochter Isa in ein neues, luxuriöses Haus um. Es sollte ein perfekter Abend werden: Nachdem die Möbelpacker fort sind, wird der Umzug mit Champagner gefeiert. Doch ihre heile Welt explodiert zusammen mit dem Schlafzimmerfenster in tausend Scherben. Eine brutale Bande dringt in die Villa ein und nimmt sie als Geiseln. Für die verängstigte Familie beginnt eine Nach unfassbaren Terrors…
Der Film beginnt mit einer Szene die im Nachhinein betrachtet wohl nur geringfügig mit dem eigentlichen Film zu tun hat, der Störfaktor hält sich mit der Bedeutungslosigkeit jedoch in Grenzen bzw. ist so gut wie gar nicht vorhanden. Spannend an KIDNAPPED finde ich, dass er (zumindest in gefühlter) Echtzeit läuft - das verschafft dem Film ein großes Maß an Authentizität und macht es auch leichter sich in die Lage der Charaktere zu denken. Diese sind ohne Frage gut besetzt, doch so richtig vereinnehmen konnten mich die Darsteller nicht. Der ein oder andere abgezogene Sympathiepunkt konnte durch schauspielerische Leistung auch nicht ausgemerzt werden, aber auch hier hält sich der "Schaden" in Grenzen. Herausragend sind die Darsteller nicht, aber dennoch gut - lästern auf hohem Niveau würde ich das jetzt mal nennen. Was mich hingegen weit mehr gestört hat war das langsame Tempo des Films das er einfach zu lange auf einem zu niedrigen Level hält. Der Film dauert inkl. Abspann gerade einmal 84 Minuten, da kann man von einem Thriller einen fast lückenlosen Spannungsbogen erwarten der ohne große Rückschläge auskommt. Bei KIDNAPPED hab ich mich allerdings bei Minute 50 - also eine knappe halbe Stunde vor Schluss - gefragt, wann es denn nun "richtig" los geht. Der Film ließ mich in Anbetracht der behandelten Thematik einfach zu lange kalt und ist auch jetzt, nach dem Abspann, bei weitem nicht so intensiv wie andere Genrefilme geschweige denn so packend wie ich es mir erhofft hatte (hier spielt möglicherweise das Problem zu hoher Erwartungen eine Rolle, wenn auch eine geringe). Am Ende hat der Film zwar einen Zahn zugelegt, aber das ist sozusagen auch die Pflicht fast eines jeden Films. So richtig mitreißen konnten mich die Ereignisse aber selbst im Finale nur in ganz geringem Ausmaß und das ist die größte Schwäche des Films. Wenn es um Mord im Zusammenhang mit Kidnapping, Vergewaltigung und Tod einer Familie geht sollte es in meinen Augen die Hauptaufgabe eines Films sein zu schocken und den Zuseher zu bedrücken. Das gelang KIDNAPPED bei mir schlicht und ergreifend nicht. Wenn auch abartig und brutal zur Sache gegangen wird, der Film bleibt weit hinter seinen Möglichkeiten. An sich harmlosere Filme haben mir da schon weit mehr zugesetzt.
Ein schlechter Film ist KIDNAPPED deswegen aber noch lange nicht. Stellenweise gelingt es sehr gut zu verblüffen, so gab es den ein oder anderen Moment an dem ich schon zusammenzucken musste oder der wirklich näher an mich ran kam, davon gab's eben nur zu wenig. Handwerklich ist der Film aber einfach toll anzusehen, das dürfte vor allem an der Kameraarbeit liegen. Schon im Einstieg fällt die Kameraführung auf interessante Art und Weise auf und auch danach folgten noch einige Einstellungen und Stilmittel wie etwa bestimmte (sehr gut gewählte) Blickwinkel oder die gleichzeitige Darstellung mehrerer Winkel. Die Effekte sind gut und auch durchaus hart, verfehlen ihre mögliche Wirkung allerdings und womöglich sehe ich auch genau deswegen keinen Grund für eine eventuelle Indizierung in Deutschland.
KIDNAPPED ist dank Verzicht auf unlogische "Anzünder" eigentlich zu jeder Zeit greifbar realistisch und wahnsinnig authentisch, was an dem Echtzeitgefühl liegen dürfte. Vor allem in Bezug auf die Kameraarbeit gibt es hier viel Interessantes und Neues zu sehen - dass ich das aber als Highlight des Films bezeichnen würde, hätte ich mir vor wenigen Stunden noch nicht gedacht. Dem Film gelingt es trotz relativ kurzer Laufzeit nicht über kurze Momente hinaus zu packen und ließ mich einfach zu lange kalt, trotz dramatischster Ereignisse. Diese schwerwiegende Schwäche kann aber auch durch handwerkliche Stärken (Kamera, Effekte und auch Schauspieler) nicht aufgehoben werden. KIDNAPPED bleibt sowohl hinter meinen zugegeben relativ hoch gesteckten Erwartungen und auch hinter seinen Möglichkeiten, ist es aber aufgrund genannter Punkte dennoch wert gesehen zu werden.
7/10 Bankomaten
Jaime und Marta ziehen mit ihrer pubertierenden Tochter aus Land, um den Kopf frei zu bekommen und endlich ein Leben ohne Hektik und Stress führen zu können. Doch dieser Plan schlägt fehl als eines Abends 3 maskierte Männer im Wohnzimmer der Familie stehen. Sie wollen die Wertsachen und Kreditkarten und im Anschluss ohne Opfer wieder gehen.
Doch eine Verkettung unglücklicher Zustände führt zu einer unfassbaren Katastrophe…
Meine Kritik:
Wenn hartgesottene Festival-Veteranen sich die Augen und Ohren zuhalten, wenn Frauen in Tränen ausbrechen und ein Horror-Publikum den Kinosaal verlässt, dann will dies etwas heißen.
Denn genau dies habe ich in Kidnapped erlebt. Und ich muss sagen: es verwundert mich nicht. Welche emotionale Grausamkeiten hier gezeigt werden, welche realistischer Schrecken auf der Leinwand erscheint, ist kaum in Worte zu fassen.
Am ehesten fällt einem hier Hanekes Funny Games ein. Die Qual und Verzweiflung der Familie wird hier in aller Schonungslosigkeit gezeigt – und das ganz ohne die unterschwellige Kritik wie in Hanekes Werk. Die Schauspieler bringen ihre Hoffnungslosigkeit so überzeigend rüber, dass es einem kalt den Rücken runter läuft.
Und wenn dann neben der psychischen Grausamkeit auch noch die körperliche hinzukommt und der Film in bester Irreversible-Manier den Zuschauer mit einer so extremen Form von Gewalt schockiert, dann wird der Terror fast spürbar.
Regisseur Vivas erzählt die Geschichte in traurigen, blassen Bildern, verwendet teilweise Splitscreen, indem dann zwei Handlungsstränge parallel erzählt werden, verharrt minutenlang fast statisch auf den gequälten Gesichtsausdrücken der Opfer.
Nie zuvor war ich schockiert und zugleich fasziniert. Und nie zuvor viel es mir so schwer 10 Punkte zu geben. Aber ich muss es tun, denn Kidnapped ist Terror-Kino in Perfektion.
10 / 10
Kidnapped ist der wohl am meist diskutierte spanische Film in den letzten Tagen. Dass die Spanier gute Filmemacher sind haben sie in den letzten paar Jahren deutlich bewiesen. Brutal ohne Happy End und mit einer Gewissen nachvollziehbaren Handlung bewährten sich ihre Filme auf der Welt. Spannend an dem neuen Horrorschocker ist, dass die Kritiken oft für oder gegen den Film sind. Aber selten wurde eine durchschnittliche Wertung gefunden. So fühlte ich mich gezwungen von dem Film selbst ein Bild zu machen, da die schon vorhandenen Kritiken den Film lobten oder auseinander nahmen.
Jaime (Fernando Cayo) ist gerade mit seiner Familie in ein kleines Dorf gezogen. In ein grosses Haus welches ebenerdig ist mit einem grossen Keller und einem Schwimmbad. Heute soll der erste Abend im neuen Haus sein. Jaime der Vater von Isa (Manuela Velles) und Ehemann von Marta (Ana Wagener) ist mit dem Umzug selbst etwas überfordert, da er seine Sachen in all den Kartons nicht findet. Die Mutter ist etwas am Anschlag, da sie verantwortlich ist für die gesamte Planung. Warmwasser und Internet sind nur die wichtigsten Dinge die im neuen Haus noch nicht zu funktionieren scheinen. Marta selbst würde diesen ersten Abend gerne zuhause mit der Familie verbringen, aber Isa sieht dies etwas anders. Sie möchte mit ihrem Date an eine Party die nicht gerade um die Ecke liegen dürfte. Die Mutter ist da natürlich strickt dagegen, wo hingegen der Vater etwas milder ist und sie gehen lässt. Was die Mutter aber so nicht akzeptieren will. In diesem Diskussionsstadium dringt eine schwarze vermummte Gestalt gewaltsam in das neue Heim ein.
Durch die Fluchtreaktion aus der Haustür lassen die Mutter und die Tochter gleich noch zwei weitere ungebetene Gäste ins Haus. Der Plan der maskierten liegt darin, alle Wertgegenstände im Haus mitgehen zu lassen und mit den Kreditkarten der Familie soviel Geld wie möglich von den Automaten abzuheben. Auch an die Tageslimite haben die Täter gedacht, so soll der Vater einmal vor und einmal nach Mitternacht die Automaten plündern. Falls er nicht kooperiert, wird seine Frau und seine Tochter dran glauben müssen.
Diese haben aber in der Zwischenzeit nicht vor sich dem Schicksal hingeben zu lassen. So Probieren sie auf eigene Faust sich von den 2 Wächtern zu befreien und Hilfe zu holen.
Die Geschichte auf keinen Fall neu. Noch ist es eine alte Geschichte in einem neuen Gewand. Es ist ein sehr typischer Verbrecher Film. Eine Familie wird von vermummten Tätern überfallen erniedrigt und oft finden die Familien dabei den Tod. Nur selten kann jemand bei solchen Massakern entkommen. The Strangers dürfte einer der Filme sein, die am nächsten an diesen hier herankommt. Aber auf eine bessere Art und Weise, denn dort bleiben die Verbrecher unkenntlich und Stumm. Hier nicht, sie sprechen mit den Opfern und zeigen auch ihre Gesichter, nur ihr Motiv bleibt unklar. Vermutlich die reine Habsucht nach Geld.
Die Zweibild Perspektive zeigt zwar gut, was sich zur gleichen Zeit an verschiedenen Orten abspielt, aber beide Bilder im Auge zu behalten ist doch nicht ganz einfach, gerade wenn man sich noch auf Details achten möchte.
Mir selbst hat der Film mittelmässig gefallen. Er ist klarer Durchschnitt, nichts neues, aber auch nicht total schlecht umgesetzt.
Ausser der Tochter, in den ersten 10, 15 Minuten Diskutiert sie wie wild mit der Mutter, im Rest des Films lässt sie nie mehr als ein Gestotter oder ein Geheul von sich vernehmen. Was vielleicht authentisch wirken soll, mich persönlich hat es aber mehr gestört und ich hab es ihr gegen den Schluss des Films nicht mehr wirklich abgenommen.
Das Spanien für den Genreliebhaber schon längst kein unbeschriebenes Blatt mehr ist, wissen wir nicht erst seit [REC] der einigen Zuschauern das fürchten lehrte.Schon in den 70ern drehte Amando de Ossorio den ersten Teil der unterhaltsamen Die Nacht der reitenden Leichen Reihe, die noch drei weitere Teile beinhaltet.Es folgten Filme wie Tesis, The Orphanage - Das Waisenhaus oder Alex de la Iglesia's genialer El dia de la Bestia um nur einige Beispiele zu nennen.Desweiteren verfügt Spanien über eine der ganz grossen Horrorikonen schlechthin, namentlich den grandiosen Paul Naschy, der leider 2009 verstorben ist. Man sieht also ganz klar das Spanien in Europa zu den kreativsten Ländern gehört wenn es um innovative Genrekost geht.
Diesen Status untermauert Miguel Angel Vivas Kidnapped definitiv. Er schuf hier einen atmosphärisch dichten Streifen der mit der Angst eines jeden Zuschauers gekonnt spielt.Der Angst in seinem eigentlich sicheren Zuhause Opfer eines Gewaltverbrechens zu werden.Das sorgt sicher bei dem ein oder anderen Zuschauer für gewisse Beklemmung.Denn was kann schrecklicher sein als in den eigenen vier Wänden überfallen und als Geisel genommen zu werden.Doch nun erst mal der Reihe nach.
Kidnapped beginnt mit einer Einstellung in der wir einen scheinbar toten Mann sehen, der eine Plastiktüte über dem Kopf hat und arglos in der Natur zurückgelassen wurde. Die Kamera hält endlos lange auf den toten Körper drauf, bis dieser abprupt zu atmen beginnt, sich aufrappelt und Hilfe durch einen Autofahrer erfährt. Was diese Anfangssequenz nun mit dem Rest der Story zu tun hat, ist wohl Auslegungssache.Meine Theorie ist, das es sich hier um ein früheres Opfer der Kidnapper handelt.Nun gut wie dem auch sei, kommen wir nun zur eigentlichen Handlung.
Diese beginnt nach der recht harten Anfangssequenz mit einem Schnitt und wir lernen die Familie kennen die sich gerade im Umzugsstress befindet.Die Tochter streitet mit der Mutter, ob sie am Abend ausgehen darf und den Vater plagt ein Zahnproblem.So weit so normal verläuft das Leben der Familie bis dahin.In ruhigen Bildern bekommt man die Charaktere vorgestellt und wird fast eingeschläfert von der vor sich hinplätschernden Handlung.Nur um in nächtsen Moment von einem Vorschlaghammer getroffen zu werden.Als nämlich völlig aus dem Nichts die drei Kidnapper das Haus betreten und die Familie als Geisel nehmen.Was nun folgt geht einem zartbesaitenden Zuschauer sicher an die Nieren.Die Kidnapper begnügen sich zunächst mit einigen Psychospielchen um die Familie zu zermürben, wenn dann aber der Anführer mit dem Vater wegfährt, zwecks Geldbeschaffung und die beiden Frauen bei den restlichen Kidnappern zurückgelassen werden, nimmt Kidnapped entgültig Fahrt auf.Und wird zu einer blutigen Tour de Force.
Unterstützt wird das beklemmende Szenario durch grossartige Kameraarbeit.Da Kidnapped mit nur ganz wenigen Schnitten auskommt, ist man als Zuschauer immer direkt im Geschehen.Die Kamera folgt oft einem der Protagonisten, sodass man sich fast schon wie ein Zeuge oder gar Mittäter vorkommt.Das zeigt sich z.B. in Szenen wo die Kamera den Raum verlässt und einem der Kidnapper folgt, hier werden die Frauen im Off zurückgelassen sodass man nichts mehr von ihnen sieht, sondern nur noch ihr Schluchzen und Schreien hört. Das verstärkt die beklemmende Atmosphäre enorm.Mal wackelt die Kamera oder liegt schräg auf dem Boden vor der misshandelten Frau und das in Nahaufnahme.Das sorgt für sehr viel Realismus.Ein weiteres Stilmittel ist der Einsatz einer Splitscreen, die zweimal im Film zum Einsatz kommt.In der Mitte des Films sehen wir die Geschehnisse aus der Opfer und Täter-Perspektive.Und gegen Ende werden der Storystrang des Vaters, der mit dem Anführer der Kidnapper im Auto unterwegs ist, und der im Haus zurückgebliebenen Frau sowie Tochter mit einer Splitscreen dargestellt.Diese beiden Handlungsstränge werden dann gekonnt zusammengefügt.Eine Splitscreen ist immer ein zweischneidiges Schwert, auf der einen Seite ist sie ein zur Spannung zuträgliches Stilmittel, die so die Story vorantreibt, aber auf der anderen Seite fällt es dem Zuschauer schwer sich auf eine der beiden Handlungsstränge zu konzentrieren.Man switcht mit den Augen ständig hin und her.Ich fand die natürlich nicht neue Idee der Splitscreen aber sehr gelungen und sehe sie als absoluten Pluspunkt für Kidnapped an.
Der technisch beste Film ist aber nur halb soviel wert wenn die Darsteller absolute Gurken sind.Diesen Fall haben wir bei Kidnapped zum Glück nicht vorliegen.Alle Darsteller spielen ihre Rollen absolut genial und erfrischend realitätsnah.Auch wirken sie nicht so unecht wie manche ihrer Kollegen aus den USA.Gerade Manuela Valles die Isa (die Tochter) spielt verkörpert ihre Angst und ihr Leid sehr glaubwürdig, ihr nimmt man die Rolle wirklich ab.Fernando Cayo als Vater der nichts mehr möchte als seine Familie lebend aus der Sache rauszubekommen zeigt ebenfalls eine solide darstellerische Leistung.Auch die Rollen der Kidnapper sind hervorragend besetzt.Hier bekommt man alle Charaktere geboten die in so einer Gruppe dabeisein müssen: Den Anführer (Dritan Biba), den Psychopathen (Martijn Kuiper) und das Weichei (Guillermo Barrientos),der die Taten eigentlich nicht gut heisst.Also durch die Bank gute und glaubwürdige Darsteller die einmal mehr zeigen das es nicht nur in den USA klasse Schauspieler gibt.
Ein paar Sätze möchte ich auch noch zu den Goreszenen und dem Abspann loswerden.Goretechnisch geht es erst in den letzten ca. 20 Minuten so richtig los.Ich möchte da jetzt nicht zuviel verraten aber eine Szene erinnerte mich doch sehr an Gaspar Noe's Irreversible wer Kidnapped schon gesehen hat wird sicher wissen was ich meine.Dies ist auch zugleich die härteste Szene.Kidnapped ist sicher kein Gorefest weisst aber wie gesagt gegen Ende einige krude Szenen auf, die handwerklich auf hohem und realistischen Niveau angesiedelt sind.
So nun komme ich zum angesprochenen Abspann.Nach der letzten heftigen Szene, die den Film beendet setzt abprupt der Abspann zeitgleich mit einem lustigen Lied ein.Da fragt man sich was für einen Hintergrund das hat.Hier wird quasi die heftige Szenerie des Films auf die Schippe genommen oder eher abgeschwächt,vielleicht sogar sich ein bischen lustig gemacht.Regiesseur Miguel Angel Vivos scheint auf alle Fälle viel Sinn für schwarzen Humor zu haben.Normalerweise ist der Abspann für eine Review eher unwichtig aber das fand ich absolut gelungen und musste es einfach erwähnen.
Bei der besprochnen DVD handelt es sich um die VÖ von Universum-Film.Als Extras sind ein Making-Of und einige Trailer draufgepackt worden.Also üblicher Standard der mich nicht zu überzeugen wusste.Bild und Ton waren dagegen vollkommen in Ordnung.Eine eher durchschnittliche VÖ für jeden Fan der gerne ein paar mehr Hintergrundinfos gehabt hätte.
Kidnapped zeigt mal wieder das die Spanier es verstehen innovative und auch recht harte Schocker auf die Menschheit loszulassen.Hier wird nicht an Spannung gegeizt, nein Kidnapped steigert diese fast in's Unertägliche und zieht gegen Ende auch die Gewaltspirale heftigst an.Tolle Darsteller und eine hervorragende Kameraführung runden das Filmvergnügen ab.Deswegen bekommt Kidnapped von mir:
8/10 ZERTRÜMMERTEN SCHÄDELN
Viele Filme die einen Hype haben sind entweder wirklich so Gut oder der Totale Schund. „Kidnapped“ ist Zweiteres. Wieso? Werden jetzt viele schreien. Der Film ist doch Düster und Hart. Ist er nicht wirklich, denn er hat ein Problem er kommt viel zu Spät, er wirkt einfach nur noch wie eine miese Kopie von „Funny Games“ dabei hat man aber vergessen hier wirkliche Charaktere zu Zeichen, denn die sind einem so Egal, sie sind sogar Nervig, vor allem Mutter und Tochter. Der Vater ist ein blasser Typ, die Bösen sind Menschen ohne Gesicht, was nicht so schlimm wäre, hat bei „The Strangers“ auch perfekt funktioniert. Doch hier versagt das alles, weil alles nicht genutzt wird. Lieber setzt man auf Typisches klischees. Das geht schon Optisch Los, die Familie trägt viel Weiß und die Bösen Schwarz.
Das zieht sich durch dem Film, der Anfang verrät schon mal wie der Film enden wird, Ok das ist auch schwer doch auch hier wieder so ideenlos. So achtung jetzt kommt noch mal ein Holzhammer Twist. Nichts überraschendes. Dazu kommt die Optik, ok hier gibt es paar Aufnahmen ohne Schnitt doch der Splitscreen ist einfach mies, völlig Unpassend, weil nichts passiert oder er wirklich wichtig war. Er stört einfach. Scheinbar hofft man so zu zeigen das man so Cool ist und was drauf hat, doch selbst Tarantino hat bei „Jackie Brown“ mit den Splitscreen Szenen versagt, er hatte da genau das selbe Problem.
„Kidnapped“ ist ein Reinfall, weder Spannend, noch Hart, noch wirklich überzeugend. Etwas Gewalt in einer geklauten Story. Nichts neues.
Im Folgenden findet ihr alle Indizierungen und Beschlagnahmungen sowie die Listenstreichungen und Folgeindizierungen des vergangenen Monats aus den Bereichen Film und Videospiel. Im November 2011 wurde das Videospiel "Dead Island" per Blitzindizierung auf Liste B gesetzt. Nun wurde die Indizierun...
31.01.2012 | mehr...
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29.11.2011 | mehr...
Kommentare
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Ein sehr guter, intensiv gespielter Film. Eines meiner Highlights des Jahres.