Was für eine schwere Geburt ein solch kleines Review doch sein kann, unglaublich. Kevin Smith's DOGMA hab ich schon vor einigen Jahren gesehen, doch schon damals schien er für meinen Geschmack absolut überbewertet. Seitdem ist viel Zeit vergangen sodass eine Auffrischung nicht schaden kann, vllt. bin ich ja jetzt "reif" für den Film. Dank dem DVD-Forum.at Filmclub kam ich nun dazu den Film nochmal zu sehen, von alleine hätte es wohl noch wesentlich länger gedauert. Ich hab den Film allerdings nicht nur in den Player gelegt und laufen lassen, nein - glatte 3x hatte ich die Ehre. Warum ist schnell erklärt, denn die ersten beiden Male konnte ich nicht zu Ende bringen. Mal hellwach und mal doch recht müde habe ich die DVD eingeleg, hab es aber nicht geschafft bis zum Abspann durchzuhalten - nach Hälfte Eins war immer Schluss. Woran das lag kann ich nur schwer sagen, denn so langweilig war der Film nicht, doch anscheinend hat er mich dann doch ziemlich kalt gelassen. Jetzt hab ich zu guter Letzt einen erneuten Versuch gestartet, aller guten Dinge sind ja bekanntlich Drei...
Der Plot: Tausende von Jahren saßen die beiden gefallenen Engel Loki und Bartleby auf der Erde fest. Nun wollen sie wieder in den Himmel zurückkehren. Dass sie dabei das gewaltsame Ende der Welt heraufbeschwören, kümmert sie keine Spur. Doch die himmlischen Kräfte sind wachsam! Bethany wird losgeschickt, die Erde zu retten. Zusammen mit dem schwarzen Apostel Rufus, der aufreizenden Muse Serendipity und den beiden ungehobelten Propheten Jay und Silent Bob macht sie sich auf einen abenteuerlichen Kreuzzug. Dabei trifft sie nicht nur Gott...
Als hätte ich einen Timer aktiviert bin ich nun auch beim 3. Versuch den ganzen Film am Stück zu sehen eingeschlafen bevor die "Action" richtig losgeht. Mit erneutem Ansetzen in der Mitte des Films und einem Kaffee hab ich nun doch noch den Abspann erreicht, welch Wunder. Ich würde gerne mit dem Positiven starten, denn so unsagbar schlecht war der Film nicht. Gewisse Gags zünden auch noch beim dritten Mal (wie ich jetzt weiß) und sind wirklich gut abgestimmt, doch solche Brüller bekommt man leider zu selten. Viel dominanter ist im direkten Vergleich das pseudoreligiöse Gequatsche mit dem ich einfach nichts anfangen kann. Möglicherweise liegt es daran, dass ich selbst keiner bin der jeden Sonntag in der Kirche zu finden ist, aber bis auf ein paar gute Seitenhiebe auf das Kirchentum und den Glauben selbst ist der Film einfach zu platt.
Wie man die Charaktere in die Geschichte eingebunden hat würde ich auch als eine der Stärken von DOGMA bezeichnen. Es macht durchaus Spaß ihnen allen zu folgen, ob Engel, Dämon, Mensch oder im Besonderen "Vollidiot". Es wird eine attraktive Vielfalt geboten, sowohl inhaltlich als auch was die Schauspieler betrifft. Leider hilft das dem Film nur in geringem Ausmaß, denn großteils habe ich mich gelangweilt. Spannung kommt höchstens momentweise auf, die Witze sind bis auf einige Ausnahme einfach nicht lustig und die Story ist - für mich persönlich - einfach uninteressant.
Fazit: DOGMA hat seine Stärken, das steht außer Frage, dennoch kommt bei mir nur bedingt Filmvergnügen auf. Mehrmals bei einem Film einzuschlafen lässt ja nicht unbedingt auf einen hohen Unterhaltungswert schließen, dennoch möchte ich seine Stärken nicht außer Acht lassen. Kevin Smith's Filme scheinen einfach nicht für mich gemacht, damit werde ich mich wohl abfinden.
4,5/10 lebende Scheißhaufen
Nachdem die zwei Engel Loki und Bartleby vor tausenden Jahren in Ungnade Gottes gefallen sind und von diesem auf ewige Zeiten aus dem Himmel nach Wisconsin verbannt wurden, möchten sie nun zurück nach Hause gelangen.
Damit wäre allerdings die Unfehlbarkeit Gottes widerlegt und alle Existenz würde vernichtet werden!
Das die beiden Engel dabei gehindert werden müssen versteht sich von selbst!
Ein Film der lustig und provokativ zugleich ist!
Die beiden Engel Loki und Bartleby wurden aus dem Himmelreich verbannt. Um nach langer Zeit endlich wieder zurückkehren zu können, haben sie einen teuflischen Plan: sie schneiden ihr Flügel ab um zu Menschen zu werden, durchschreiten die Kirchenpforte in New Jersey, um die Sünden vergeben zu bekommen und töten sich anschließend, um wieder ins Himmelreich zu gelangen.
Diese Tat würde aber eine Fehlbarkeit von Gott entstehen lassen (immerhin hat er sie aus dem Himmelsreich verbannt), was wiederum das Gefüge des Universums aus der Bahn wirft.
Klar, dass da einige was dagegen haben. Eine wackere Truppe aus zwei schwachsinnigen Propheten (Jay & Silent Bob), einem Apostel, der Muse und dem letzten Nachkommen Christi machen sich auf den Weg, den beiden gefallenen Engeln, das Leben schwer zu machen…
Meine Kritik:
Dogma ist ein Film indem die Kirchen ordentlich auf den Latz bekommen. Er ist bitterböse, wahnsinnig witzig und zutiefst political incorrect.
Der Humor ist die ganz große Stärke von Dogma (man beachte schon die einleitenden Worte der Produktionsfirma – Stichwort: Schnabeltier). Jay & Silent Bob, Chris Rock, Alan Rickman und natürlich das Dream Team Ben Affleck und Matt Damon liefern hier einfach eine grandiose Arbeit ab. Hier gibt es Oneliner am laufenden Band. Alleine Jay, der mit jedem weiblichen Geschöpf so schnell wie möglich ficken möchte, ist für ne Menge Lacher sicher.
Doch neben dem Humor hat Dogma noch mehr zu bieten. Dogma ist nämlich absolut nicht religionskritisch, denn in der Person der Apostel (Chris Rock) werden essentielle Fragen über die Religiosität der Menschheit aufgeworfen. Der Kernpunkt jeden religiösen Handelns und das was die Kirch daraus gemacht hat, ist ständig präsent. Der Glaube an das Leben nach dem Tod, ein eine Wesen, dass über uns wacht ist die Quintessenz aller Religionen und das schafft einen Zusammenhalt unter den Gläubigen aller Welt und aller Religionen. Die Kirchen pervertierten diesen Glauben, um ihn für sich zu Nutzen zu machen: Krieg, Leid und Missgunst waren die Folgen.
Diese Punkte liefert und auch Dogma eindrucksvoll. Und das macht den Film von Kevin James zu mehr als nur einem coolen Film über Glauben und Religion.
Also was bleibt übrig:
+ genialer Humor, super Schaupieler, eine wichtige Story
- etwas zu selbstverliebte Inszenierung
Ein lustiger und zugleich unheimlich wichtiger Film
8 / 10
Kritik: Als ich noch jünger war und Dogma das erste Mal gesehen habe, fand ich den richtig klasse. Allerdings funktioniert das Prinzip Filme erst nach mehrmaligen Sehen gut zu finden auch umgedreht. Heutzutage ist Dogma für mich ein Film, der versucht blasphemisch zu sein, aber seinen eigentlichen Sinn nicht erfüllt. Die "gottlosen" Witze sind zwar manchmal ganz unterhaltsam, aber leider auch nicht immer. Eigentlich mag ich das Gespann Matt Damon - Ben Affleck und auch hier wissen sie zu unterhalten. Tja, leider Gottes (hahaha) besteht der Film nicht nur aus diesen beiden Schauspielern, sondern auch aus einer Rige von Leuten, die ich absolut nicht sehen will: Alanis Morissete als stummer Gott muss nun wirklich nicht sein und dem Fäkalhumor von Jay und Silent Bob (bzw. nur von Jay) kann ich noch nicht mal besoffen was abgewinnen. Ich find die beiden kein bisschen lustig, da sie aber einen Großteil des Filmes ausmachen, gibt das viele dicke Minuspunkte. Alles in allem ein Film, der irgendwie krass oder rebellisch sein will, aber mehr oder weniger nur verpufft. Dazu muss ich sagen, dass ich die meisten Filme von Kevin Smith für mich generell Schrott sind, ist nicht mein Humor.
Fazit: Wer immernoch über Wörte wie "ficken" und "scheiße" lachen kann, dem kann ich diesen Film wärmstens ans Herz legen. Wer einen satirischen Film erwartet, der die Kirche aufs Korn nimmt, wird mit Dogma auch teilweise noch was anfangen können. Beides zusammen ist aber eine schlechte Mischung, der wohl nur wenigen 100%ig zusagen wird.
Kevin Smith ist ein Amerikanischer Regisseur, Schauspieler und Komiker. Dies beweist er in seinen Filmen immer wieder aufs neue. Selten sind Filme so komisch wie seine. Mit so vielen Anspielungen und so viel Liebe gemacht.
Nicht nach Kapital schreien seine Filme, sondern vielmehr appellieren sie an die Herzen und Seelen der Menschen. So auch einer seiner früheren Filme Dogma.
Welcher eine herrliche Anspielung an die Bibel ist. Aber auch an etliche Hollywood Filme.
Die beiden Engel Loki (Matt Damon) und Bartelby (Ben Affleck) sind gefallene Engel. Aus dem Himmelreich ausgestossen, da sie bei Sodom und Gomorra auf eigene Faust was unternommen hatten. Nun aber wollen die beiden unsterblichen zurück in den Himmel, dies gelingt ihnen nur wenn sie die Absolution erhalten. Aber falls sie ihn den Himmel kommen sollten hätten sie Gottes Wille gebrochen, somit hätten sie Gott widersprochen und zwar erfolgreich. Und dies sollte nicht sein. Denn Gott ist unfehlbar. Und wenn dies widerlegt wäre, würde die Weltordnung zusammenbrechen. Was niemandem helfen würde.
Da nun aber eine Kirche die Idee hatte bei einer 100 Jahre Feier einer Kirche allen die die Kirche an diesem Tag betreten die Absolute Absolution zu erteilen. Also machen sich die zwei Engel auf den Weg dorthin. Nun setzt aber Himmel und Hölle alles daran diese beiden aufzuhalten. So sucht der mächtige Metatron (Alan Rickman) den direkten Nachfolger Jesu aus um diese Mission auf der Erde zu absolvieren. Da dieser aber sichtlich mit der Situation überfordert ist, schickt der Himmel zwei Propheten als Verstärkung mit, Azrael (Jay) (Jason Lee) und Silent Bob (Kevin Smith). Aber leider sind diese noch zu wenige, so kommt noch der 13. Apostel vom Himmel. Niemand kennt ihn, da er wegen seiner Hautfarbe nicht in der Bibel erwähnt wurde.
So macht sich diese ungleiche Truppe bereit gegen die beiden Engel ins gefecht zu ziehen. Der Teufel selbst schickt seine Streiter und die Dämonen mischen auf eigene Faust noch etwas mit. So gibt es ein herrliches Durcheinander was in einem gewaltigen Knall zu enden scheint.
Eine herrliche Satire an die Katholische Kirche ein Brüller alle 2-3 Minuten. Und auch nach dem 6-Mal gucken nicht langweilig. Umso mehr Filme man kennt umso mehr Lacher hat der Film. Ist man etwas Bibelkundig wird das ganze gleich noch lustiger.
Aber beides ist keine Voraussetzung um den Film zu verstehen und folgen zu können.
Jay und Silent Bob habe in diesem Film nicht ihren einzigen Auftritt, aber hier einer ihrer Besten. Ben Affleck hat mit dieser Rolle seine Rolle gefunden. Sie passt einfach zu gut zu ihm. Sein eigentlich bester Film in meinen Augen. Auch Matt macht seinem Loki alle Ehre und ein Zitat jagt hier das nächste zwischen diesen beiden Engeln.
Halt wirklich ein guter Film, der leider zu unbekannt ist.
Ich selbst finde den Film spitze. Einer meiner Lieblingsfilme. Aber aus Filmtechnischer Sicht, gäbe es dennoch einige Dinge zu verbessern.
Inhalt: Tausende von Jahren saßen die aus dem Himmel verbannten Engel Loki und Bartleby in Wisconsin fest. Jetzt ist endlich ihre Chance gekommen, wieder in himmlische Sphären zurückzukehren. Dazu brauchen sie nur noch durch die Pforten einer neu geweihten Kathedrale in New Jersey zu schreiten. Das würde aber das Ende der Welt bedeuten, wäre mit diesem Schritt doch auch die Fehlbarkeit Gottes bewiesen. Ausgerechnet Bethany Sloane, die nicht mehr so recht an Gott glaubt und in einer Abtreibungsklinik arbeitet, wird auserkoren, den Plan der gefallenen Engel zu verhindern. Unterstützt von dem schwarzen Apostel Rufus, der aufreizenden Muse Serendipity und den beiden ungehobelten Propheten Jay und Silent Bob zieht Bethany in einen aberwitzigen Kreuzzug, in dem der Glaube aller Beteiligten auf eine schwere Probe gestellt wird.
Kritik: Wie heißt es so schön auf dem Backcover: „Absolut respektlos, mit tiefschwarzem Humor.“
Dieser Satz beschreibt den Film wirklich hervorragend! Die Respektlosigkeit bezieht sich dabei auf die (katholische) Kirche, die wunderbar kritisiert und durch den Kakao gezogen wird. Ich kann mir vorstellen, daß gläubige Christen ein echtes Problem mit diesem Film haben, mir als bekennender Kirchengegner (mal vorsichtig ausgedrückt) gefällt er jedoch sehr gut!
Die Respektlosigkeit ist dabei nichtmal plump, sondern teilweise richtig intelligent. Es gibt nicht nur coole Sprüche, es werden auch berechtigte Fragen aufgeworfen. Natürlich überwiegen die absolut kultigen Sprüche und Charaktere.
Ein farbiger 13ter Apostel (klasse gepielt von Chris Rock), zwei kiffende und dauergeile Propheten und eine Ex-Muse, die als Stripperin arbeitet, sind Teil der himmlischen Heerscharen. Vor allem der 13te Apostel und die beiden Propheten Jay und Silent Bob bringen immer wieder klasse Sprüche. Der von Alan Rickman gespielte Engel Metatron (die „Stimme Gottes“) bringt ebenfalls richtig Spaß in den Film. Er ist ein gestresster Engel, der weniger wie ein Engel auftritt, sondern wie ein genervter Workaholic. Von Alan Rickman hätte ich gerne etwas mehr gesehen, denn er gefällt mir richtig gut!
Mit 120 Minuten ist Dogma vielleicht etwas zu lang geraten, wird dabei aber nie wirklich langweilig. Es gibt fast ständig witzige Sprüche oder Szenen, sogar etwas Splatter wird geboten.
Man muß sich nicht wirklich gut mit Religion auskennen um zu verstehen, worum es in dem Film geht. Einfaches Grundwissen reicht schon, um sich von dem schwarzen Humor begeistern zu lassen. Ok, diese Aussage gilt wohl nur für Menschen, die kein Problem mit böser Kritik an der Kirche haben.
Hatte Maria Sex? Ist Gott eine Frau? Gab es farbige Apostel?
Das ist keine Übung, das ist die Apokalypse!
Mit mir hatte der Film jedenfalls einen dankbaren Zuschauer!
Bewertung: Absolut gelungene Satire, die mit Respektlosigkeit und schwarzem Humor die Kirche auf die Schippe nimmt!
8/10 Punkte
Für alle die der Katholischen Glaubensrichtung angehören sollte ab dieser Stelle aufhören zu lesen, Danke. Ansonsten ist alles was hier geschrieben wurde nur Humor, denkt dran. Gott hat auch Humor.
Bethany bekommt dem Auftrag die beiden Engel Loki und Bartleby aufzuhalten, diese sind im Begriff das sein zu negieren. Doch sie ist nicht alleine, hilfe bekommt Bethany von den Propheten Jay und Silent Bob und dem 13. Apostel Rufus.
Was Kevin Smith mit „Dgoma“ gemacht hat ist wohl eine Seltenheit, er nimmt die Kirch auf dem arm und das in allen belangen. Das geht los mit der Glaubensfrage, woran soll man glauben oder ist es überhaupt wichtig einer Glaubensrichtung an zugehören? Denn die Katholische Kirche ist ja immer sehr verbittert mit dem Glauben.
Doch kommen wir mal zum Film, hier gibt es 2 Stunden lang beste Unterhaltung. Es gibt Engel, Dämonen, Musen und einen Schwarzen Apostel der behauptet das Jesus Schwarz war. Dazu nocht Jay und Silent Bob die in keinem Kevin Smith eigentlich fehlen dürfen. Dies ist wohl ein unglaublicher Road Trip, neben die Seitenhiebe auf den Kirchlichen glauben gibt es auch wie immer Anspielung auf Filme und Comics, alles bis in Detail. Da trägt schon mal jemand ein „Hellboy“ T-Shirt, es gibt eine „Star Wars“ Anspielung, als Filmfreund kommt man wirklich auf seine Kosten.
Natürlich ist „Dogma“ auch sehr Philosophisch, weil es fast gar nicht anders geht bei so einem Thema, doch das wirkt meist nie aufgesetzt sondern ist der weg des Hauptcharakters. Doch man sollte unbedingt den Anfang beachten, die Einblendungen die nochmal erklärt das alles nur Spass ist, das muss natürlich vor den Augen halten, sollte man diese Art von Humor nicht verstehen. Doch im Grunde ist es klar, das der Film wirklich Unterhalten will und eigentlich nicht irgendwie Kritisch sein will an einem System.
„Dogma“ ist eine Super Komödie von Kevin Smith und egal wie oft ich den Film schon gesehen hat, er wird nie Langweilig, ich lache immer wieder bei dem Film.
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Kommentare
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