• Informationen zum Film
  • Reservoir Dogs - Wilde Hunde

  • Originaltitel:
    Reservoir Dogs
    Genre:
    Krimi, Thriller, Mystery
    Produktionsland:
    USA
    Produktionsjahr:
    1992
    Studios:
    Live Entertainment, Dog Eat Dog Productions Inc.
    Kinostart Deutschland:
    10.09.1992
    Kinostart USA:
    23.10.1992
  • Cast & Crew
  • Regie:
    Quentin Tarantino
    Drehbuch:
    Roger Avary
    Quentin Tarantino
    Darsteller:
    Harvey Keitel
     
    Burr Steers
     
    Lawrence Bender
     
    Edward Bunker
     
    Kirk Baltz
     
    Steve Buscemi
     
    Michael Madsen
     
    Stevo Polyi
     
    Tim Roth
     
    Chris Penn
     
    Lawrence Tierney
     
    Randy Brooks
     
    Steven Wright
     
    Rich Turner
     
    David Steen
     
    Tony Cosmo
     
    Michael Sottile
     
    Robert Ruth
     
    Linda Kaye
     
    Suzanne Celeste
     
    Laurie Latham
     
    Maria Strova
     
    Craig Hamann
     
    Rowland Wafford
     
    Quentin Tarantino
     
  • Inhalt
  • Inhalt:
    Sechs Gangster treffen sich in L.A., um den ganz großen Coup zu landen. Sie sind Profi s und alles, was sie voneinander wissen, sind die Code-Namen, die ihnen ihr Auftraggeber verpasst hat: Mr. White, Mr. Orange, Mr. Pink, Mr. Blonde, Mr. Blue und Mr. Brown. Sie haben ein gemeinsames Ziel: den prall gefüllten Laden eines Juweliers in der Stadt. Der Plan scheint perfekt, aber der Job geht katastrophal schief: Wie aus dem Nichts tauchen die Cops auf …

Kommentare (0)

Um einen Kommentar verfassen zu können müssen Sie sich einloggen. Sollten Sie noch keinen DVD-Forum.at Account haben, registrieren Sie sich bitte hier.

Userkritiken

User Kritiken

Um eine Kritik auf DVD-Forum.at abzugeben musst du angemeldet sein.

Grad noch mal Reservoir Dogs geschaut und eure Kritiken hier gelesen - und war doch etwas überrascht. Deshalb hier meine Meinung zu dem Film: Achtung Spoiler im Text, falls jemand den Film noch nicht gesehen haben sollte.

Reservoir Dogs ist das Regiedebut von Kultregisseur Quentin Tarantino und besitzt selbst Kultstatus. Ähnlich zu seinem Meisterwerk Pulp Fiction geht es auch in seinem ersten Film um eine episodenhaft erzählte Gangstergeschichte die von seinen Charakteren und deren Dialogen und nicht zuletzt von der einmaligen Atmosphäre samt Tarantino-typischem Soundtrack lebt.

In der Eingangsszene sitzen bereits beinahe alle Protagonisten des Films zu einem Frühstück zusammen und unterhalten sich. Ein Haufen verschrobener Typen, die über allerleih belanglosen Kram diskutieren; unter anderem gibt Tarantino selbst eine etwas fragwürdige Interpretation des Songs „Like a Virgin“ von Madonna zum Besten. Bereits hier werden die Hauptfiguren und ihre Charaktere vorgestellt. Daneben schafft diese Szene auch eine gewisse Normal-Atmosphäre. Anschließend wird in den Vorspann übergeblendet: Die Truppe verlässt das Cafe in Slow-Motion zum Song Little Green Bag von der George Baker Selection – einfach nur cool. Als am Ende des Vorspanns nur noch Namen über den schwarzen Bildschirm laufen wird schon in den O-Ton übergeblendet und wir hören verzweifelte Schreie „I´m gonna die!“ Als das Bild auch übergeblendet wird sehen wir einen der Männer blutverschmiert auf der Rückbank eines Autos liegen und sich vor Schmerz winden. Von der normalen, ruhigen Atmosphäre der Eingangsszene über den Laune machenden Vorspann mit super passendem Song direkt in die brutale Action des Filmgeschehens – schon dieser gelungene Einstieg zeigt die Qualität Tarantinos detailverliebter Regiearbeit.

Die Story in aller Kürze: Die Sechs Gangster wollten ein Juweliergeschäft überfallen – doch irgendwas ist schiefgegangen. Die Polizei hat quasi auf die sechs gewartet. Mr. White schafft es mit dem schwer verwundeten Mr. Orange in das Lagerhaus, welches als Treffpunkt nach dem Coup dienen sollte. Auch Mr. Pink trifft hier ein und das wilde Spekulieren beginnt, was wirklich passiert ist. Mr. Brown ist tot, wie es Mr. Blue und Mr. Blonde ergangen ist bleibt unklar – klar ist für Mr. Pink nur eins: Sie wurden verraten. Doch wer ist die Ratte?

Dank der episodenhaften Erzählweise gehen wir genau so unwissend auf die Suche nach des Rätsels Lösung wie die Gangster selbst. Erst nach und nach wird durch Rückblenden die Vorgeschichte deutlich und das Bild nach und nach klarer. Zudem zeigt Tarantino nie, was sich wirklich in dem Juweliergeschäft zugetragen hat. Es gibt nur die individuellen Erfahrungsberichte der Protagonisten - und wem soll man schon trauen?

Vertrauen – das ist eines der zentralen Themen von Reservoir Dogs. Was die Gangster zusammen durchmachen schweißt sie auf der einen Seite zusammen und hetzt sie auf der anderen gegeneinander auf. Die Schlussszene bildet dabei so etwas wie eine Quintessenz: [SPOILER] Als Joe am Ende die Ratte erkennt und Mr. Orange erschießen will, setzt sich Mr. White mit seinem Leben für ihn ein, da er sich durch die zusammen durchlebten Strapazen mit ihm verbunden fühlt und ihm vertraut. Er wird ebenfalls stark verwundet und robbt zu Mr. Orange. Zu diesem Zeitpunkt stürmt die Polizei schon das Gelände und es kann sich nur noch im wenige Sekunden handeln, bis die Cops eintreffen und Mr. Orange gerettet wäre. Dennoch entscheidet dieser sich dafür, ehrlich zu Mr. White zu sein und ihm zu offenbaren, dass er ein Cop ist. Damit versucht er wieder gut zu machen, dass er das Vertrauen von Mr. White missbraucht hat. Er legt sein Leben somit in die Hände von Mr. White, der den Vertrauensbruch konsequent mit dem Tod bestraft und ihn erschießt, ehe er selbst von den Kugeln der Cops niedergestreckt wird. [Spoiler Ende] Tarantino zelebriert damit das Wertesystem von Ehre, Moral und Vertrauen innerhalb eines Kreises, der sich den normalen gesellschaftlichen Regeln widersetzt und damit auf den ersten Blick für viele als unmoralischer Haufen angesehen werden würde. Vertrauen ist eine Grundfeste deren missbrauch oder Verlust konsequent mit dem Tod bestraft wird.

Tarantino schafft es in seinem Regiedebut mit interessanten Charakteren und Dialogen eine unheimlich dichte Atmosphäre zu schaffen, die viel Interpretationsspielraum lässt (schafft es Mr. Pink am Ende mit der Beute davonzukommen ;) ? ) und den Film so besonders macht. Auch der der superbe Soundtrack leistet dazu einen großen Beitrag.

10/10 Tanzenden Psychopathen

geschrieben am 09.12.2011 um 23:04

RESERVOIR DOGS wird ja neben Pulp Fiction für das beste Werk von Kultregisseur Quentin Tarantino gehalten. Das auf Dialoge bauende Filmgenie stößt bei mir aber nicht unbedingt auf lobende Worte, denn mit seiner Art Filme zu drehen konnte ich mich bisher nie so richtig anfreunden. Dialoglastige Filme haben durchaus ihre Reize, so gehören Brügge sehen… und sterben? oder Filme von Tarantino’s gutem Freund Robert Rodriguez (Desperado, From Dusk till Dawn) zu meinen absoluten Lieblingen. Tarantino selbst konnte mich aber erst mit Inglourious Basterds begeistern, seine anderen Filme fand ich allerhöchstens durchschnittlich. Da ich RESERVOIR DOGS aber schon lange nicht mehr gesehen habe und ich kaum noch was von dem Film weiß habe ich ihn mir nun nochmal angesehen. Mal schauen ob er sich dieses Mal in mein Gedächnis brennt...

Die allseits bekannte Story dennoch in aller Kürze: Sechs eiskalte Gangster treffen sich in L.A. um den ganz großen Coup zu landen. Sie sind Profis und alles, was sie voneinander wissen, sind die Codenamen die ihr Auftraggeber ihnen verpasst hat: Mr. White, Mr. Orange, Mr. Pink, Mr. Blonde, Mr. Blue und Mr. Brown. Und dass sie ein gemeinsames Ziel haben: den prall gefüllten Laden eiens Juweliers in der Stadt. Der Plan scheint perfekt, aber der Job geht katastrophal schief: Wie aus dem Nichts tauchen die Cops auf. Einer der Gangster stirbt im Kugelhagel, ein zweiter geht vorübergehend verloren, ein dritter wird angeschossen. Die Gangster schießen sich den Fluchtweg frei und schlagen sich zum Treffpunkt – einer verlassenen Lagerhallte – durch. Es gibt nur eine Erklärung für das Misslingen des perfekten Plans: Jemand gab den Bullen einen Tipp. Einer von ihnen…

Der Film beginnt mit einer Frühstücksdiskussion in einem Diner über Madonna's "Like a Virgin" und die Trinkgeld-Mentalität. Die Herren am Tisch - Mr. White, Mr. Orange, Mr. Pink, Mr. Blonde, Mr. Blue und Mr. Brown wie sich später herausstellte - führen einen für Tarantino typischen überflüssigen Dialog in dem ich mich allerdings auch selbst wiederfinden könnte. Es folgt das kultverdächtige Intro mit genialer Filmmusik wie sie Tarantino auszeichnet - so weit, so gut. Man steigt anschließend direkt in den schiefgelaufenen Überfall bzw. die Flucht danach ein und wird mit retrospektiven Einspielungen über den Ursprung der misslichen Lage aufgeklärt. Eine nette Methode einen Film so aufzubauen die ich wirklich begrüße, fast so sehr wie den Episodenfilm, aber was nach diesem doch recht guten Einstieg folgen sollte war nicht das Erhoffte.

RESERVOIR DOGS erzählt die Geschichte eines misslungenen Überfalls, zeigt dessen Entstehung rückblickend und schafft es über 90 Minuten ohne ein einziges Highlight auszukommen. Der Film plätschert genauso überflüssig und ereignislos vor sich hin wie seine Dialoge und konnte meine Aufmerksamkeit nicht durchgehend gewinnen, sodass ich 2x kurz pausieren musste. Würden doch nur die Konversationen von kultverdächtgen Quotes leben oder eine ähnliche Intensität wie der Anfang von Inglourious Basters besitzen, aber nichts! Es wird über die irrelevantesten Themen gesprochen. Gut, sicher kein anderer Regisseur würde sich derart auf "Unnützes" stützen und dagegen hätte ich auch nichts wenn es unterhaltend gestaltet wäre, doch RESERVOIR DOGS ist schlichtweg langweilig. Nicht besonders originell werden von den Charakteren Gespräche geführt die niemand braucht. Weder für die Story sind sie von Bedeutung, noch für die Charaktere. Oder besser gesagt: das was den Charakteren zugute kommt hätte man denen auch besser aufhalsen können. Gegen Ende wird der Film zwar ein wenig interessanter weil temporeicher, aber so richtig viel kann auch das nicht bewirken. Der Gesamteindruck des Films wird nur geringfügig durch die Auflösung des Spitzels gehoben, denn diese würde ich wie das ganze Ende als gelungen (aber auch nicht genial) bezeichnen.

Ich find's absolut schade, dass ich mit RESERVOIR DOGS nicht wirklich etwas anfangen kann und das obwohl ich seine Darsteller eigentlich alle sehr schätze. Tim Roth, Harvey Keitel aber vor allem Steve Buscemi sehe ich immer wieder gerne und auch hier machen sie ihren Job gut, aber leider liegt es nicht in ihrer Hand mir den Film angenehm zu machen. Das letzte Wort liegt leider bei Quentin Tarantino der in RESERVOIR DOGS wohl sein größtes Werk von Belanglosigkeit geschaffen hat. Natürlich bewusst darauf abgezielt würde ich das aber auf den kompletten Film ausweiten und nicht auf die Dialoge beschränken (und selbst hier wo's gewollt ist kann er nicht bei mir punkten, bis auf 1-2 Ausnahmen).

Quentin Tarantino ist und bleibt für mich ein zwiespältiges Mysterium. Teilweise kann seine Genialität auch auf meinem Horizont aufblitzen und mich faszinieren, doch wenn ich sein Lebenswerk bisher so ansehe ist er kein Regisseur der Filme für mich dreht. Zu gezwungen belanglos und gleichzeitig zu wenig originell/gewagt ist mir RESERVOIR DOGS einfach "wurscht". Der Film hat definitiv Stil (die Anzüge, die Settings, das Blut) könnte aber nicht inhaltsloser sein.

5/10 $ Trinkgeld

geschrieben am 19.08.2011 um 09:45


Sechs Gangster werden angeheuert um einen großen Coup zu landen: sie sollen einen Diamantenhändler um seine geliebten Steine bringen. Doch die Polizei wartet bereits auf die Männer in Schwarz.
Tote, eine Geisel, Verletzte und ne Menge leere Patronenhülsen sind das Resultat. Am vereinbarten Treffpunkt, eine alte Lagerhalle, entsteht schnell eine Spirale aus Gewalt, Rachsucht und Misstrauen. Wer ist der Verräter?

Meine Kritk:

Gleich zu Beginn erleben wir Tarantinos großes und von mir hoch geschätztes Talent: die Inszenierung von Dialogen. Wenn sich eine Gruppe von Kriminellen über die tiefere Bedeutung von Madonnas „Like a virgin“ oder den Sinn und Unsinn von Trinkgeld unterhalten, dann weiß dieses triviale und im Grunde bedeutungslose Geschwätz unheimlich zu faszinieren.

Auch wenn sich hier die Geister (wie häufig bei Tarantino) scheiden: keiner kann Dialoge so interessant und faszinierend auf die Leinwand bannen wie Tarantino. Für viele ist das einfach nur langweilig und wirkt wie eine Art Selbstbeweihräucherung - für mich ist es ganz großes Kino.

Auch die Kamera nimmt in Reservoir Dogs einen besonderen Stellenwert ein. So folgen wir minutenlang dem Protagonisten durch die Lagerräume oder sind dabei, wenn er den Coup plant. Ein fast schon interaktiver Stil, der uns mitten im Geschehen sein lässt. Ja, es kommt einem fast so vor, als folge man wirklich Mr. Bonde zu seinem Auto und wieder zurück in die Lagerhalle, wo ein gefangener Polizist darauf hofft nicht in Brand gesetzt zu werden.

Der Handlungsverlauf stellt eine Besonderheit dar. Im Gegensatz zu typischen Heist-Movies ist der eigentliche Überfall nicht eine Sekunde zu sehen. Wir erleben durch Rückblenden die Auswahl der Kandidaten und ihre Geschichte, wir bekommen ansatzweise die Flucht der Verbrecher vom Tatort mit und wir erleben das fast schon kammerartige Psychospiel in der Lagerhalle nach dem Überfall.
Die Frage nach dem “Warum?“ wird unweigerlich gestellt werden müssen. Warum ist der Coup schiefgegangen? Warum müssten Unschuldige sterben? Und natürlich: WER ist der Verräter?

In Reservoir Dogs geht es nicht um einen verunglückten Überfall. Hier geht es um die Zweifel, die Verunsicherung und die Paranoia, die jeden der Überlebenden nach dem Überfall befällt.

Tarantino beschreitet hier einen mutigen Weg: er schraubt die Action (trotz hohen Potentials) auf ein Minimum zurück und legt der Fokus ganz auf das Innenleben der Protagonisten. Dies gelingt ihm auf hervorragender Weise – auch dank den tollen Dialogen und der hervorragenden Kamera.

Harvey Keitel und (besonders) Steve Buscemi spielen auf bekannt hohem Niveau. Dem schließt sich auch Tim Roth uneingeschränkt an. Aber besonders Michael Madsen liefert in der Rolle des sadistischen Mr. Blonde seine Paraderolle ab.

Man kann dem Film vorwerfen, sich komplett in seinen Figuren und deren Gespräche zu verlieren und dabei die eigentliche Handlung nicht zur vollen Entfaltung kommen lassen. Dies würde ich so auch akzeptieren und kann es nachvollziehen.

Aber da der Film eben ein gänzlich anderes Ziel verfolgt, kann man nur sagen: Mission erfüllt.


Also was bleibt übrig:

+ grandiose Dialoge, tolle Schauspieler, gute Kameraführung, besonderes Storytelling

- an der einen oder anderen Stelle etwas zu langatmig

Ein toller Film, der jedoch absolut nicht ganz das Meisterwerk ist zu dem er oft gemacht wird.

7 / 10

geschrieben am 27.07.2011 um 23:45

Man stelle sich vor, Harvey Keitel und Produzent Lawrence Bender hätten sich Anfang der 90er nicht getroffen. Pulp Fiction? Kill Bill? Diese Filme hätte es vermutlich nie gegeben und Quentin Tarantino wäre lange Zeit bestenfalls ein kleiner Untergrundfilmer geblieben.
Glücklicherweise kam bekanntlich jedoch alles anders und Mr. Keitel war von Tarantinos Skript zu "Reservoir Dogs", auf welches ihn Bender damals aufmerksam machte, recht angetan. In Folge wurde seitens des Schauspielers ein für die US-Branche zwar niedriges, aber für einen Neuling im Geschäft durchaus respektables Budget von 1,2 Mio. US-$ auf die Beine gestellt und Tarantino zur Verwirklichung seines Drehbuchs überlassen. Der Rest ist Geschichte...

Tarantinos Start in die "große" Filmbranche hätte kaum besser verlaufen können. "Reservoir Dogs" bietet dem geneigten Zuschauer all das, wofür der Regisseur inzwischen von Vielen verehrt wird. Leicht cholerische Gangster, sauber inszenierte Schießereien, den legendären, ersten Trunkshot, eine gute Portion Kunstblut, lockere Sprüche und dies alles untermalt von einer brillianten Musikauswahl.
Selbstverständlich ist klar, dass in einem Erstlingswerk noch nicht Alles zu 100% stimmen kann - so ist die Lagerhalle als Hauptkulisse zwar ein genialer und vor allem budgetfreundlicher Einfall, die ein oder andere Länge in den knapp 95 Minuten verursacht sie dennoch. Selbst wenn Dialoge und Handlung stimmen, ein paar mehr Kulissen hätten dem Streifen gut getan, doch beim Blick auf die Finanzen sollte man Tarantino diesen Umstand verzeihen.
An der Besetzung gibt es absolut Nichts zu meckern - sämtliche Darsteller leben ihre Rolle förmlich. Kein Wunder, das viele von ihnen in diversen, späteren Produktionen des Ausnahmeregisseurs nochmals zu sehen waren. Trotz der an der Anzahl der Figuren gemessenen, knappen Spielzeit, kommt auch die Charakterzeichnung nicht zu kurz: Der Gangster, dem das Mitgefühl dennoch nicht gänzlich abhanden gekommen ist (Keitel), der Sadist (Madsen), das feige Großmaul (Buscemi), usw.

Die Handlung selbst haut in ihren Grundzügen nicht weiter vom Hocker: Gangster rauben einen Juwelier aus, werden von der Polizei überrascht, verstecken sich, einer hat sie verpfiffen, alles geht schief. Auch die einfach gehaltenen Kulissen würden heute wohl niemanden mehr hinter dem Ofen vorlocken. Doch die angesprochene, schauspielerische Leistung zusammen mit der im Wesentlichen durch die Musik mitbestimmte Atmosphäre (Ohne diesen Streifen wäre "Stuck in the Middle" wohl so lange nach seiner Zeit nicht nochmals derart populär geworden) und diesem nicht direkt in Worte zu fassenden "Tarantino-Flair" machen "Reservoir Dogs" letztlich doch zu einem Meilenstein des Films und bringen ihm eine saubere 8 ein.

8/10

geschrieben am 24.07.2011 um 23:39

Kritik: Wer kennt nicht die legendäre Anfangsszene, in der die Gangster über Madonna's "Like a Virgin" und die Sinnhaftigkeit von Trinkgeld philosophieren. Überhaupt lebt Reservoir Dogs von den Dialogen, typisch Tarantino eben. An Action wird auch einiges geboten, jedoch merkt man, dass der Banküberfall nur den Umriss der Handlung beschreibt. Tarantino legt wie immer viel Wert auf die Zeichnung der Charaktere und natürlich auf die Wortgefechte derer. Die Darsteller sind allesamt perfekt besetzt, angeführt von Harvey Keitel (auch große Klasse in Pulp Fiction), spielen sie ihre Rollen glaubwürdig und liefern sich heiße Wortgefechte. Der Film wird zu keiner Minute langweilig und auch wenn der Verräter relativ schnell klar wird, ist es einfach nur spannend diesem Katz-und-Maus-Spiel zuzusehen. Ein echter Gangsterfilm angefangen beim Spitzenanfangsdialog bis zum grandiosen Finale.

Fazit: Ein Film für Tarantino-Fans, soviel ist klar. Wer mit Tarantinos Filmen nichts anfangen kann, wird auch an Reservoir Dogs keinen Gefallen finden. Für "Unberührte" jedoch uneingeschränkt empfehlenswert.

geschrieben am 24.07.2011 um 21:37

Quentin Tarantino, war schon immer ein Filmfan, er arbeitet in einer Videothek und schrieb auch Drehbücher. So Entstand auch sein 1. Kinofilm „Reservoir Dogs“. Welches im Jahr 1992 dann passiert ist.

Eine Gruppe von Gangstern plant einen Überfall, doch dieser geht schief und so treffen sich die überlebenden in einer Lagerhalle.

„Reservoir Dogs“ gehört eigentlich zu den „Heist Movies“ in diesen Filmen geht es immer um einen Raubüberfall, dieser wird meist in 3 Punkte unterteilt, Die Planung, der Raub und das Finale nach dem Raub. Doch Tarantino lässt den Raub aus. Wir sehen nie was dort passiert immer nur die Flucht, auch die Planung sehen wir kaum. Am Anfang im Diner sehen wir zwar alle zusammen sitzen und reden, doch nicht was sie vorhaben. Dieser Anfang ist etwas besonderes. Wir lernen in diesen Minuten alle Charaktere kennen und wir hören sie über Dinge reden die eigentlich gar keinen Sinn haben. Doch diese Gespräche bleiben einfach im Gedächtnis. Denn sie etwas besonderes, es ist eigentlich die Beobachtung einer Gruppe Menschen die sich unterhält, so wie es überall statt finden könnte.

Dann folgt der Vorspann wir sehen alle Laufen, was an „City on Fire“ angelehnt ist. Doch hier werden uns alle Schauspieler vorgestellt. Dann geht es auch schon los mit der Flucht. Mr. Orange liegt bluten im Wagen und wird es wohl kaum überleben, Im Auto sind noch Mr. White und Mr. Pink. Sie sind die 1. die in der Lagerhalle eintreffen. Mr. Blonde kommt erst später dazu. In der Lagerhalle. Der Hauptort wo die Handlung statt findet. Eigentlich alles wie in einem Theaterstück, würde man die Lagerhalle durch das kurze verlassen zum Auto von Mr. Blonde oder den Rückblenden verlassen. Die Rückblenden im Film, es gibt 4 Davon, jede ist länger als die Davor. Die längste umfasst die von Mr. Orange, das ist Quasi der Film in Film, diese Rückblende ist nochmals in 3 Akte aufgeteilt.Sie beginnt wie der Film auch in einem Diner. Doch eins haben die Rückblenden gemeinsam ausser die 1. Alle zeigen uns die Charaktere in andere Kleidung und anderem Verhalten.

Was dem Film auch aus macht ist die Musik, es gibt eigentlich kein Soundtrack. Wir hören nur die Musik die im Radio läuft, wenn es Jemand hört, doch die Songs sind alles Klassiker aus den 70ern. Die in er Radiosendung von K. Billy laufen. Hier werden schon die 1. Grundsteine für die Zukunft gelegt. Denn K- Billy könnte man auch meine das es etwas mit „Kill Bill“ zu tun hat. Da ja alle Tarantino Filme in selben Filmuniversum spielen.

Eine der berühmtesten Szenen hat natürlich Mr. Blonde der einen Polizisten foltert. Diese Szene kennt jeder auch wie Micheal Madsen tanzt und an seinem Milchshake saugt. Dazu der Song „Stuck in the Middle with you“ von den Stealers Wheel. Dieser Song geht einfachs in Ohr und passt natürlich perfekt zu der Szene.

„Reservoir Dogs“ ist das 1. Film von Quentin Tarantino und zeigt schon was für ein Talent er hat, Geschichten zu erzählen. Dabei ist natürlich klar das er sich häufig bei anderen Filmen bedient, das aber immer Gut macht.

geschrieben am 24.07.2011 um 19:20

Inhalt: Sechs eiskalte Spezialisten werden unter falschem Namen für einen Juwelendiebstahl angeheuert. Der Job geht schief - offensichtlich sind die Gangster verraten worden. Zwei sterben am Tatort, Mr. Orange wird schwer verletzt. Im Unterschlupf, einer leerstehenden Lagerhalle, diskutieren die verbliebenen Verbrecher über das Unglück, ohne Resultat. Mißtrauen macht sich bei den Gangstern breit ...


Kritik: Extrem dialoglastiges Erstlingswerk von Quentin Tarantino.
Leider vergaß Tarantino, den unendlich lahmen Dialogen eine große Portion Witz und Schärfe zu verpassen. Nur selten (Like a Virgin Dialog) macht es Spaß, dem ellenlangen Gequatsche zuzuhören, ansonsten dominiert die Langeweile. Man wartet sehnsüchtig darauf, daß etwas passiert, wird jedoch schwer enttäuscht. Nur hin und wieder kommt soetwas wie Action in die "Diskussionsrunde", wobei die "weltberühmte Ohrszene" der absolute Höhepunkt des Films ist. Der fehlgeschlagene Überfall auf den Juwelier ist überhaupt nicht zu sehen, was für mich ein schlechter Scherz ist. Spannung gibt es höchstens am Schluss für eine kurze Zeit, danach ist der Film auch schon vorbei...
Die Story ist sehr dürftig und ohne besonderen Reiz. Einzig die Darsteller machen ihre Sache professionell, was man bei dem Star-Aufgebot auch schließlich erwarten kann.
Den Kult-Status von Reservoir Dogs kann ich zu 0% nachvollziehen, da jegliche Spannung, Action, Atmosphäre fehlt und alles andere totgequatscht wird.
Wer Action, Spannung, coole Dialoge und Atmo wie in From Dusk till Dawn erwartet, der kann lange warten...
In meinen Augen ein Film, den man nicht wirklich sehen muß.


Bewertung: Höchstens für absolute Tarantino Fans geeignet, die den Film für eine komplette Sammlung brauchen. Mich hat er jedenfalls sehr gelangweilt.

3,5/10 Punkte

geschrieben am 16.07.2011 um 21:23

News (0)

Derzeit sind keine Einträge vorhanden.

DVDs (7)

DVDS

Reservoir Dogs

Reservoir Dogs

Reservoir Dogs
USA 1992
VCL
Krimi, Mystery, Thriller
Reservoir Dogs

Reservoir Dogs

Reservoir Dogs
USA 1992
Universum Film
Krimi, Mystery, Thriller
Reservoir Dogs - Special Edition

Reservoir Dogs - Special Edition

Reservoir Dogs
USA 1992
Universum Film
Krimi, Mystery, Thriller
Tarantino Gold DVD Collection

Tarantino Gold DVD Collection

Reservoir Dogs
USA 1992
Universum Film
Krimi, Mystery, Thriller
Reservoir Dogs - Limited Collector's Edition

Reservoir Dogs - Limited Collector's Edition

Reservoir Dogs
USA 1992
UFA
Krimi, Mystery, Thriller
Reservoir Dogs (Grosse Kinomomente)

Reservoir Dogs (Grosse Kinomomente)

Reservoir Dogs
USA 1992
Universum Film
Krimi, Mystery, Thriller
Reservoir Dogs + Death Proof - Todsicher - Doppel-Schocker

Reservoir Dogs + Death Proof - Todsicher - Doppel-Schocker

Reservoir Dogs, Death Proof
USA 1992, 2007
Universum Film
Krimi, Mystery, Thriller, Action

Blu-rays (4)

BLU-RAYS

Reservoir Dogs (Limited Petrol Can Packaging)

Reservoir Dogs (Limited Petrol Can Packaging) Großbritianien Import

Reservoir Dogs
USA 1992
Lions Gate Home Entertainment [UK]
Krimi, Mystery, Thriller
Reservoir Dogs

Reservoir Dogs

Reservoir Dogs
USA 1992
Universum Film
Krimi, Mystery, Thriller
Reservoir Dogs (Limited Steelbook Collection)

Reservoir Dogs (Limited Steelbook Collection)

Reservoir Dogs
USA 1992
Universum Film
Krimi, Mystery, Thriller
Reservoir Dogs + Death Proof - Todsicher - Doppel-Schocker

Reservoir Dogs + Death Proof - Todsicher - Doppel-Schocker

Reservoir Dogs, Death Proof
USA 1992, 2007
Universum Film
Krimi, Mystery, Thriller, Action

Cover

Reservoir Dogs - Wilde Hunde

Bewerte den Film!

Meine Wertung:


Community Wertung:

ø Wertung: 7,3/10 | Wertungen: 20 | Kritiken: 7