• Informationen zum Film
  • Die Geisterstadt der Zombies

  • Originaltitel:
    E tu vivrai nel terrore - L'aldilà
    Genre:
    Horror
    Produktionsland:
    Italien
    Produktionsjahr:
    1981
    Studios:
    Fulvia Film
    Kinostart USA:
    03.03.1983
  • Cast & Crew
  • Regie:
    Lucio Fulci
    Drehbuch:
    Lucio Fulci
    Dardano Sacchetti
    Giorgio Mariuzzo
    Musik:
    Walter E. Sear
    Fabio Frizzi
    Darsteller:
    Al Cliver
     
    Cinzia Monreale
     
    Michele Mirabella
     
    Roberto Dell'Acqua
     
    Gianpaolo Saccarola
     
    Catriona MacColl
     
    David Warbeck
     
    Antoine Saint-John
     
    Veronica Lazar
     
    Anthony Flees
     
    Giovanni De Nava
     
    Maria Pia Marsala
     
    Laura De Marchi
     
    Cicely Browne
     
    Gilberto Galimberti
     
    Sergio Salvati
     
    Lucio Fulci
     
    Dardano Sacchetti
     
  • Inhalt
  • Inhalt:
    New Orleans 1927. Eine Gruppe junger Männer bricht in das alte Hotel „Seven Doors“ ein und tötet den Maler Sweick. Er war gerade damit beschäftigt, sein Meisterstück zu vollenden: The Beyond.

    New Orleans, heute. Lisa, die das „Seven Doors“ geerbt hat, will das stillgelegte Hotel nach einigen Renovierungsarbeiten wieder eröffnen. Das „Seven Doors“ ist auf einer der 7 Pforten zur Hölle gebaut worden und wenn das Siegel gebrochen wird, kommen die Toten zurück auf die Erde…

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New Orleans, Louisiana wir schreiben das Jahr 1927, als sich ein wütender Lynchmob auf den Weg zum Hotel "Seven Doors" macht. Dieses ist auf einem der 7 Tore zur Hölle erbaut worden, die wütenden Bürger machen den Maler Schweick (Antoine Saint-John), der das okkulte Buch Eibon in seinem Besitz hat, für all das Unglück, daß über sie hereinbrach verantwortlich. So lynchen sie diesen kurzerhand und das trotz dessen Warnung dass er der Einzige sei, der das Grauen noch abwenden könne. Zeitsprung: Nun ist bereits 1981 und die Ereignisse im Hotel liegen Jahrzehnte zurück. Liza Merril (Catriona MacColl) erwirbt das heruntergekommene Hotel und versucht es wieder zurück zu altem Glanz zu führen. Doch ihr Vorhaben steht unter keinem guten Stern, denn schon bald häufen sich mysteriöse Todesfälle, die in Zusammenhang mit dem Hotel zu stehen scheinen. Auch die Warnungen der geheimnisvollen, blinden Emily (Cinzia Monreale) sorgen für zusätzliches Unbehagen bei Liza. Sie sucht Hilfe bei Dr. John McCabe (David Warbeck), der ihren Aussagen zunächst keinen Glauben schenkt, aber alsbald eines besseren belehrt wird. Schweick ist zurück und mit ihm eine Horde Zombies, welche die Welt in ein Meer der Finsternis stürzen wollen. Für Lisa und Dr. McCabe beginnt ein schier aussichtsloser Kampf um's Überleben.

The Beyond beginnt mit einem Szenario, das an alte Gruselklassiker erinnert. Es blitzt und donnert, wabernder Nebel hüllt das Hotel ein, ein wütender Mob mit Fackeln macht sich auf den Weg zu dem unheimlichen Gebäude. Dort fackelt Regiesseur Lucio Fulci nicht lange und konfrontiert den Zuschauer schon nach kurzer Laufzeit mit der ersten Goreszene. Mit Ketten, Nägeln und schliesslich Löschkalk wird dem Maler zu Leibe gerückt. Hier hält die Kamera auf jede gewalttätige Aktion mit einem Close-Up drauf, zoomt so heran das man jedes blutige Detail in seiner vollen Pracht bewundern kann. Das ist eine von Fulci's Stärken, er legte großen Wert auf eine runde Inszenierung solcher Szenen. Hier wurde nicht einfach verstümmelt und getötet, nein hier wurden die Goreszenen für den ungeübten Seher qualvoll in die Länge gezogen. Und dies ist nicht die einzige stelle im Film, wo Maestro Fulci das so handhabt, aber dazu später mehr.

Hier möchte ich zunächst noch einmal das Thema Close-Up's näher behandeln. Nicht nur das Lucio Fulci dieses Stilmittel bei blutigen Goreeskapaden verwendet, nein auch immer wiederkehrende Nahaufnahmen von Gesichtern und vor allem Augen ziehen sich wie ein roter Faden durch den Streifen. Gerade der Wiederspruch im Ausdruck der Augen macht sich in einer Szene wo die Kamera zwischen den Augen von Lisa und Emily hin und her switcht bemerkbar. Auf der einen Seite die Augen von Liza, die pures, gesundes Leben ausstrahlen und auf der anderen Seite Emily's weiße leere Augen, die ein Gefühl von Trostlosigkeit und verloren sein vermitteln. Diese Kontraste greift Fulci auch bei den Schnitten zwischen dem alten, verfallenen Hotel und dem Krankenhaus wieder auf. Das modrige Hotel, in braun und grün Tönen, ist das komplette Gegenteil des klinischen, strahlend weissen Farbton's des Krankenhauses. Beim Wechsel der Szenerie zwischen diesen beiden Settings wird man fast schon vom Weiss der Klinik geblendet.

Überhaupt wurde in The Beyond sehr viel Wert auf die Location gelegt. Das alte zerfallene Hotel strahlt einen morbiden Charme aus und ist ein perfekter Drehort für einen Horrorfilm. Draussen wabert der Nebel, der Boden knarzt unter jedem Schritt, die Türen quietschen, überall wirbelt Staub herum, der Keller steht unter Wasser, dort tropft es von den Wänden und die Rohre geben beunruhigende Töne von sich. So sorgt also schon mal das Hotel für angenehmes Unwohlsein beim Zuseher, das unheimliche Flüstern, das des öfteren als Geräuschkulisse auftaucht, unterstützt das creepy-Feeling im Hotel noch zusätzlich. So hätte der gute Lucio Fulci auch einen astreinen Ghosthouse-Flick drehen können.

Hat er aber nicht. Denn der Streifen wandelt sich mit zunehmender Laufzeit, von einem mit Versatzstücken wie Grusel und Geisterelementen spielendem Horrorfilm, in einen astreinen Zombieschocker. Auf diesen Wandel wird man als Zuschauer langsam vorbereitet, so treten zunächst nur vereinzelt Zombies auf, doch gegen Ende nimmt das Ganze dann schon Romero-Ausmaße an. Gipfelt also in einem blutigen Showdown im Krankenhaus, wo alle wichtigen Stilmittel des klassischen Zombiefilms vorkommen: Langsam umherwandelnde Untote mit klaffenden blutigen Wunden, die nur durch einen Kopfschuss wieder in die ewigen Jagdgründe geschickt werden können.

Doch bevor es zum spannenden Finale kommt, verwöhnt Fulci den Gorehound noch mit einer Reihe blutiger Einfälle, die zeigen wie kreativ Splatter und Gore sein kann. Da wird wie oben schon erwähnt, mit Ketten in Gesichter geschlagen, sodass ganze Hautfetzten herrausreisen, Nägel in Hände getrieben, mit Löschkalk und Säure verätzt, einen ticken Tierhorror mit fleischfressenden Vogelspinnen und böse gewordenen Hunden hinzugefügt, Scherben in's Gesicht geschleudert, Augäpfel herausgepult und, und, und... Verstärkt werden diese Szenen noch mit unangenehem Geräuschen, wie das Kauen der Spinnen oder das Zischen der Säure auf der Haut. Lucio Fulci zelebriert die Goreszenen regelrecht, bei ihm sind sie kein schneller Quickie, sondern ein langer intensiver Akt.
Für die perfekten F/X war im Übrigen Gianetto de Rossi verantwortlich. Neben den erwähnten Szenen muss dessen meisterhafte Maskenarbeit auch noch hervor gehoben werden. Gerade die Zombies in Emily's Haus sind mit ihren verkrusteten Körpern wahrhaft schrecklich schön anzuschauen.

Die blutigen Effekte werden noch vom genialen Score von Fabio Frizzi verstärkt. Bei jeder neuen Gore-Attacke setzte die Musik von Frizzi abprupt ein und sorgt so für die passende, oft mit Piano vorgetragende musikalische Untermalung der kruden Szenerie. Desweiteren verfügt The Beyond über ein Main-Theme das immer wieder im Film erklingt und das sehr stimmig in's Ohr geht. Ebenso wird die meisterhafte Endszene von wunderschöner Filmmusik unterlegt und untermalt die Gänsehaut erzeugende Bildkomposition perfekt.

Ein paar Worte zu den Schauspielern gehören sich natürlich auch noch. Lucio Fulci's Lieblingsdarstellerin Catriona MacColl spielt die Rolle der Liza gewohnt routiniert.Ich liebe die Szenen mit Catriona MacColl wo sie mit dem Grauen konfrontiert wird und vor Schreck und Angst auf ihre unnachahmliche Art zu schreien anfängt. Für mich ist und bleibt Catriona MacColl die Grande-Dame des italienischen Horrorfilms. Ihr zur Seite steht David Warbeck der den
zunächst skeptischen Dr. McCabe spielt, dieser macht seine Sache als starker Beschützer recht solide und bietet keinen Grund für schlechte Presse. Cinzia Monreale die hier die blinde Emily mimt, ist ein wichtiger Mosaikstein in The Beyond klärt sie doch Liza über die früheren Ereignisse im Hotel auf und versucht sie zu waren, auch das ist überaus solide und glaubwürdg gespielt.

Zum Ende meines Review's noch etwas Trivia zu The Beyond:

-Lucio Fulci hat einen Cameo-Auftritt in der Bibliothek
-Catriona MacColl wird in The Beyond als Catherine MacColl aufgeführt
-Cinzia Monreale spielt hier unter dem Namen Sarah Keller
-Da New Orleans unter dem Meeresspiegel liegt, gibt es dort keine Keller, also ein kleiner Filmfehler.

The Beyond ist der perfekte Horrorfilm und imho auch der stimmigste Film von Regielegende Lucio Fulci. Hier stimmt einfach alles, angefangen bei der unheimlichen Atmosphäre, über ein tolles Setting, bis hin zu den excellenten Goreszenen. Darüber hinaus rundet ein perfekter Spannungsaufbau, ein meisterhafter Score und fähige Darsteller den Film grandios ab, sodass ich nur zu folgender Bewertung kommen kann:

10/10 RAUSGEPULTEN AUGÄPFELN

geschrieben am 25.07.2011 um 13:56

Bei diesem Video wollte ich die Möglichkeiten des Video-Formats etwas ausprobieren und habe es etwas witziger, aber vor allem übertriebener und "optischer" gestaltet.

Hier gehts zum Video Review:

Teil 1
http://www.youtube.com/watch?v=lO5MPDSjtQg

Teil 2
http://www.youtube.com/watch?v=7abAOL02CZk

Eine wahre Fulci-Perle! Dünne Story, gelegentlich etwas Langeweile aber viele intensive, atmosphärische Szenen und zudem sehr brutale, hervorragend inszenierte Kills.

geschrieben am 25.07.2011 um 00:51

Inhalt: Als eine junge Frau Erbin eines alten Hotels wird, ahnt sie nicht, welche Probleme auf sie zukommen, als sie sich dazu entschließt, das Hotel wieder zu eröffnen. Nach einigen tragischen Todesfällen, denen unter anderem auch ihr Freund zum Opfer fällt, kommt sie mit der Hilfe einer blinden Frau und eines Arztes zu dem Grund für die Leichen: Das Hotel, in dem es schon vor über 50 Jahren einmal zu ähnlichen Ereignissen kam, ist auf einen der Tore zur Hölle erbaut worden, und dieses Tor wurde geöffnet, um den Toten den Weg zurück auf die Erde zu ermöglichen.


Kritik: Nach meiner Meinung gehört dieser Film zu den Top 3 Lucio Fulci Filmen!
Wenn man bedenkt, daß der Film 30 Jahre alt ist, kann man nur den Hut vor der damaligen Leistung ziehen.
Selbst die Story (was in dem Genre ja nicht immer vorkommt) kann sich sehen lassen und sorgt für eine angemessene Spannung und Atmosphäre.
Gorehounds können sich auf reichlich derbe Szenen freuen, die auch wirklich ansehnlich sind (man bedenke immer das Alter des Films!).
- Die Spinnen-Szene fällt etwas aus dem Rahmen, da die Maske dort besser hätte arbeiten können/müssen.

Fulci hat meiner Meinung nach sehr viel Mittelmaß produziert, dieser Film hebt sich jedoch sehr positiv von der Masse ab.
Für Horror Freaks ist dieses Meisterwerk ein MUST SEE!


Bewertung: Betrachtet man das Gesamtbild des Films, bestehend aus Alter, Story, Atmosphäre und Härte, dann kann es nur eine sehr gute Bewertung geben!

9/10 Punkte

geschrieben am 16.07.2011 um 23:12

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ø Wertung: 8,2/10 | Wertungen: 15 | Kritiken: 3