Inhalt: SOLO QUIERO CAMINAR, so der spanische Originaltitel, ist mindestens ebenso virtuos komponiert wie die gleichnamige, bekannte Flamenco-Ballade von Paco de Lucia. Inszeniert hat diesen durch und durch raffinierten Thriller Agustín Díaz Yanes, der nach seinem muffigen Historienspektakel ALATRISTE demonstriert, dass er weit mehr kann als nur Kulissen hin- und her zu schieben. Das zeigt sich schon in der ersten Sequenz des Films, in der Yanes souverän zwischen verschiedenen Handlungsebenen schneidet, um den waghalsigen Einbruch von vier Frauen bei einem russischen Gangstersyndikat nach allen Regeln der Kunst zu zelebrieren. Dass eine von ihnen dabei geschnappt wird und in den Knast wandert, bildet den Ausgangspunkt für diesen bisweilen grotesk gewalttätigen Kraftakt, der seinen wunderbaren weiblichen Stars – Victoria Abril, Ariadna Gil, Elena Anaya und Pilar López de Ayala – jede erdenkliche Möglichkeit bietet, gut auszusehen, im wortwörtlichen wie übertragenen Sinne. Es gibt einen Gefängnisausbruch, kühlen Sex, Blutbäder mit der Mex-Mafia und schließlich einen energischen Showdown auf mexikanischem Boden, wo Leben billig ist und Peckinpah-Zitate zwingend sind. Auf gut spanisch: Das rockt! (Fantasy Filmfest Katalog) |
|