Goal! Ist der erste Teil einer Trilogie über Fußball mit Hintergedanken den Sport auch in den USA populär zu machen. Unterstützt und teilweise finanziert wurde der Film durch FIFA und die Filmemacher bekamen zusätzlich Zugang zu allen Trainings, wodurch sie besseren Kontakt zu den Spielern hatten und somit auch alle Emotionen vor, während und nach einem Spiel mitbekamen. Die vielen Clichés und Vorurteile des Fußballs konnten durch die beiden Autoren Dick Clement und Ian La Frenais sehr gut eingefangen werden.
Gedacht wurde das ganze als Trilogie indem man einen jungen Fußballanfänger und die mit sich verbundenen Probleme begleitet und aufzeigt. Teil 1 verarbeitet die Startschwierigkeiten, Teil 2 beinhaltet den Aufstieg zu Real Madrid und Teil 3 die Weltmeisterschaft.
Regisseur Danny Cannon konnte sich zwischen einigen CSI Folgen etwas Platz verschaffen und führte sehr gut Regie bei diesem Film. Er gab die richtige Portion Adrenalin und Action zusammen und auch wenn man schon weiß wie der Film ausgehen wird, dem Zuseher werden alle Szenen interessant verpackt. Graeme Revell, der schon bei Sin City, The Fog, Aeon Flux usw. musikalisch hervorstach, durfte diesen Film betonen. Der Soundtrack passt einfach zu dem Film und die Lieder wurden mit Sicherheit sehr sorgfältig gewählt.
Die Charaktere wurden teils ausgesucht, teils musste man die Spieler von vorhandenen Mannschaften heranziehen. Kuno Becker (Santi), den man bisher nur aus spanischen TV-Serien kannte, durfte die Hauptrolle besetzen und enttäuschte keinesfalls. Er vermittelt dem Publikum das Gefühl von Sympathie und Energie. Auch wenn man nicht allzu viel von Fußball hält, hierbei muss man einfach hoffen, dass Santi den Aufstieg und die Anerkennung in seiner neuen Mannschaft schafft. Alessandro Nivola (Gavin Harris), bekannt aus The Ring, Face/Off, Jurassic Park III, usw. spielt den Konkurrenten und späteren Freund Santis. Anna Friel (Roz Harmison) schlägt sich tapfer als Santis Freundin durch die Geschichte. Auch sämtliche kleinere Rollen konnten charakteristisch voll überzeugen. Natürlich durften auch einige berühmte Fußball-Stars nicht fehlen und so schmückten David Beckham, Zinedine Zidane und noch einige Fußballer den Film aus.
Die Story ist gut aufbereitet, jedoch leicht vorhersehbar. Man kann sich getrost zurücklehnen und erlebt keine großartigen Überraschungen, denn bei Sportfilmen dieser Art, weiß man doch gleich welcher Sportler oder wessen Lieblingsmannschaft gewinnt. Den richtigen Ausgleich fand man musikalisch, mal etwas flotter und dann doch wieder gefühlsbetont.
Die Geschichte war sehr unterhaltsam, brachte aber wenig Anspruch mit sich. Wozu denn auch, man braucht doch keinen Anspruch um seinen Star gewinnen zu sehen.
Fazit: Sportfilm, der realistisch wirken soll und die Träume aller Jungsportler hochleben lässt. Story ist gut erzählt und lässt schon auf die weiteren Teile hoffen. Für Filmliebhaber dieser Art sehr sehenswert, wenn man Fußball nicht mag, sollte man den Film meiden. |