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Geisterstadt der Zombies
E tu vivrai nel terrore - L'aldilà
Italien  1981 
Horror | Splatter
03.03.1983  (USA)
Fulvia Film
(Österreich)
(Deutschland)
Lucio Fulci
Dardano Sacchetti
Inhaltsangabe
54 Jahre nach dem brutalen Mord an einem Maler wird ein halb verfallenes Hotel im US-Bundesstaat Lousiana zum Schauplatz übersinnlicher Kräfte. Die Auferstehung der Toten entwickelt sich zum Alptraum. So wie es im Buch Eibon geschrieben steht:

Wehe dem, der die 7 Tore des Schreckens, ohne genügend Wissen, überschreitet.
Film Kritik
517 Tage

Über einen Zeitraum von 517 Tagen erreichten 3 Produktionen des Italieners Lucio Fulci die deutschen Lichtspielhäuser. Der Startschuss fiel am 23. November des Jahres 1979 mit dem zum Teil in New York gedrehten Kultschocker Woodoo-Schreckensinsel der Zombies.

Der Erfolg dieses Streifens animierte die italienische Filmindustrie. Am 11. September 1980 kam ein weiterer Film des Italieners in die deutschen Kinos - eine Produktion, die selbsternannte Jugendschützer noch zur Weißglut treiben sollte: Ein Zombie hing am Glockenseil

Gleich einer Zitrone, die der Koch erst zu den Abfällen befördert, nachdem sie vollständig ausgepresst ist, setzte auch die italienische Filmindustrie noch einen drauf.

517 Tage nach dem cineastischen Startschuss für Woodoo erfolgte die deutsche Uraufführung eines Werkes, das zu den kommerziell erfolgreichsten des Zombiegenres zu zählen ist: Über dem Jenseits



Godfather of Gore

Zahlreiche Fans des phantastischen Films verehren den im Jahre 1996 verstorbenen Lucio Fulci, als Godfather of Gore. Zweifelsohne: Fulci drehte Horrorfilme – aber damit begann dieser erst, im zarten Alter von 52 Jahren.

Im Alter von 17 Jahren schloss sich Lucio Fulci den Partisanen an, er kämpfte bis zum Kriegsende gegen die deutsche Besatzungsmacht in Italien. Nach dem Krieg studierte Fulci zunächst Medizin. Seine Karriere als Regisseur begann er mit dokumentarischen Beiträgen. Fulci drehte nicht aus Überzeugung, sondern um damit seinen Lebensunterhalt zu verdienen. Infolgedessen war Fulci in vielen Genres zu Hause: Komödien, Western – und Horror.

Seine Beiträge zum Genre des phantastischen Films umfassen Licht und Schatten. Der im Jahre 1981 entstandene Beitrag, bekannt unter den Titel Über dem Jenseits aka Die Geisterstadt der Zombies, zählt dabei zweifelsohne zu den Sonnenseiten des Genres.



Ihr werdet nun in das Meer der Finsternis eintauchen

Im Kontrast zu den eher zahmen Produktionen der späteren Jahre, kreierte Lucio Fulci mit L´Aldila, einen recht kompromisslosen Vertreter des Horrorgenres. Der Film ist gespickt mit Goreszenen und Splattereffekten, er gilt als das härteste Werk im professionell orientierten Subgenre der Zombie-Thematik.

Säureattacken, Vogelspinnen, Kopfschüsse – Lucio Fulci zog alle Register, um die deutschen Geldgeber und ihre Zuschauer zufrieden zu stellen. Die unverblümte Darstellung fiktiver Gewalt machte Lucio Fulci zu einem der beliebtesten Zielscheiben von selbsternannten Jugendschützern.

Der Film Die Geisterstadt der Zombies wurde in Deutschland beschlagnahmt, in England verboten – und in zahlreichen anderern Ländern zum Objekt der staatlichen Zensur.



Die Kunst im Auge des Betrachters

Anhänger des modernen Mainstreams werden mit diesem Film wohl kaum ihre Freude haben – ganz abgesehen von TV-Only-Junkies, deren Horrorhöhepunkte im Nachtprogramm diverser Privatsender zu suchen und zu finden sind.

Ein gewisser Hang zur Nostalgie ist ohne Zweifel erforderlich, um das Werk des Godfathers of Gore zu den Favoriten des Genres zu zählen. Der Film präsentiert sich als kommerzielles Produkt mit reißerischer Aufmachung, zügelloser Visualisierung, leicht angestaubten Effekten – und einer stilvollen Harmonie zwischen den visuellen und audioellen Zutaten.

Der in Deutschland beschlagnahmte Film wird seinem Kultstatus teilweise gerecht – sofern der Zuschauer den Willen zeigt, die Umstände der Entstehungszeit in seiner Bewertung mit einfließen zu lassen. Objektiv betrachtet ist der Beitrag L´Aldila keine perfekte Produktion – aber ein fester Bestandteil des Genres, der auch 26 Jahre nach seiner Entstehung noch in aller Munde ist.
Kurz Kritik
(3.0/5)
(4.5/5)
(2.5/5)
(3.0/5)
(3.0/5)
(4.0/5)
(4.0/5)
Dieses Film Review wurde von BadDog erstellt.


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