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Tim Burtons Corpse Bride - Hochzeit mit einer Leiche
Corpse Bride
USA | Großbritannien  2005 
Komödie | Animation | Fantasy | Liebe/Romantik
04.11.2005  (Österreich)
03.11.2005  (Deutschland)
23.09.2005  (USA)
Warner Bros. Pictures | Patalex Productions | Tim Burton Animation Co. | Laika Entertainment | Will Vinton Studios
(Österreich)
(Deutschland)
http://www.corpsebridemovie.com
Tim Burton; Mike Johnson
Caroline Thompson; Tim Burton; John August; Pamela Pettler; Carlos Grangel
Danny Elfman
Emily Watson; Michael Gough; Christopher Lee; Joanna Lumley; Helena Bonham Carter; Albert Finney; Johnny Depp; Danny Elfman; Deep Roy; Richard E. Grant; Tracey Ullman; Paul Whitehouse; Jane Horrocks; Stephen Ballantyne; Lisa Kay; Enn Reitel
Inhaltsangabe
Das Fischhändlerehepaar Nell und William Van Dort ist durch ihre Konservenfabrik zu Geld gekommen. Aber um in die Gesellschaft der Reichen zu gelangen müssen sie ihren Sohn Victor mit einer aus der Aristokratie verheiraten. Maudeline und Filis Everglot besitzen jenes junge scheue Mädchen, sind angesehen, haben jedoch jeden Reichtum verloren. Dieser Zweckhochzeit scheint nichts mehr im Wege zu stehen. Doch dem tollpatschigen Victor geht das alles viel zu schnell. Er nimmt Reißaus und sammelt sich im Wald um klare Gedanken fassen zu können. Tapsig und ungeschickt probiert er immer wieder die Hochzeitzeremonie und steckt einem vertrockneten Ast den Ring an. Doch dieser Ast entpuppt sich als ein Skelettarm und die Corpse Bride erwacht aus ihrem Fluch.
Victor findet sich im Tal der Toten wieder. Erst fürchtet er sich doch mit Vordauer beginnt er sich neben seiner neuen toten Ehefrau wohl zu fühlen. Wird er sich zwischen Victoria Everglot und der Corpse Bride entscheiden können ?
Film Kritik
Nach Nightmare Before Christmas sind einige Jahre ins Land gezogen bis sich Tim Burton wieder an einen Animationsfilm wagt. Doch das Warten hat ein Ende und The Corpse Bride weist sich als genialer Nachfolger aus. Tim hat nichts an seiner Kreativität verloren und erweist sich als ein würdiger Nachkomme. Großartig der Einfall die reale Welt mit kahlen matten Farben auszustatten, während die tote Unterwelt sich in einer Farbenpracht zeigt. Die Charaktere in beiden Welten sind köstlich gewählt und mit dem skurrilen Stil der Figuren lassen die Schöpfer ungeheuren Ideenreichtum erkennen. Man entdeckt in jeder Figur, an jedem Baum, Strauch, und Haus, die typische Tim Burton Ausdrucksform.
Die Darsteller die diesen Figuren ihre Stimmen leihen, reichen von Johnny Depp und Helena Bonham Carter bis den alten Legenden, Christopher Lee und Albert Finney. Alle sind ein wahrer Ohrenschmaus und tragen wesentlich zum wohltuenden Kinoabend bei. Leider vergehen die 76 Minuten viel zu schnell und das Gefühl des “ Ich habe zuviel verpasst “ und “ Ich möchte mehr...” schleicht sich ein.

Komponist Danny Elfman zaubert einen wunderschönen Score hervor. Leider, und das ist der einzige Kritikpunkt, sind die gesungenen Kompositionen keine Ohrwürmer und bleiben nicht im Gedächtnis haften. Schmerzlich wird ein “ Whats this, Whats this ? “ vermisst und auch die Aufteilung der Songs stimmt nicht. Fast alle gesungenen Lieder passieren im ersten Teil des Films. Ansonsten präsentiert sich der Composer in gewohnter Form und überzeugt mit melodiösen Orchestralmusik und letztendlich auch mit seinem Gesang. Er verleiht Mr. Bonejangles seine Stimme. Höhepunkt des Soundtrack ist ausgerechnet kein Elfman Werk, sondern ein klassisches Musikstück aus der Feder des österreichischen Komponisten Max Steiner. “ Tara Theme “ so der Titel, ist für Klavier für vier Hände geschrieben und wird im Film perfekt eingesetzt.

In Summe aller Kriterien kann The Corpse Bride nicht ganz an seinem Vorgänger Nightmare Before Christmas anschließen. Es handelt sich hier aber um Nuancen, um Kleinigkeiten, die zu diesem Unterschied führen. Denn die Story und die gesamte Vorgehensweise lässt keine Divergenz erkennen. The Corpse Bride ist ein Werk Marke Tim Burton und da führt kein Weg daran vorbei !


Fazit:
Ein zweiter Kinobesuch für diesen Film würde sich lohnen, denn diese vielen Kleinigkeiten, die THE CORPSE BRIDE zu bieten hat, kann kaum gesamt beim ersten Sehen wahrgenommen werden.
Kurz Kritik
(4.0/5)
(4.0/5)
(5.0/5)
(2.0/5)
(3.0/5)
(4.5/5)
(4.0/5)
(4.5/5)
Dieses Film Review wurde von Richard Lammel erstellt.


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