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Nacktschnecken
Nacktschnecken
 2004 
Drama | Erotik
Dor Film Produktionsgesellschaft GmbH

Michael Glawogger
Michael Glawogger; Michael Ostrowski
Patrick Pulsinger
August Schmölzer; Michael Ostrowski; Raimund Wallisch; Pia Hierzegger; Iva Lukic; Sophia Laggner; Georg Friedrich; Mike Supanicic; Brigitte Kren; Elisabeth Holzmeister; Helmut Köpping; Faris Rahoma; Christoph Grissemann; Monika Klengel; Andreas Kiendl; Christine Hartenthaler; Martina Zinner; Rupert L. Lehofer; Lorenz Kabas; Detlev Buck
Inhaltsangabe
'Bis jetzt haben wir nix geschafft, was irgendwie irgendwas gewesen wäre. Geschweige denn eine Großaufnahme.'

Drei Grazer Ex-Studenten wollen mit einem selbstgedrehten Pornofilm zu Sex, Spaß und Geld kommen. Aber was Johann (Raimund Wallisch), Max (Michael Ostrowski) und Mao (Pia Hierzegger) nicht wissen können: Ficken vor der Kamera ist harte Arbeit. Liebe, Peinlichkeit und technisches Unvermögen erweisen sich als große Stolperscheine. Die Dreharbeiten führen ins Chaos. Michael Glawoggers NACKTSCHNECKEN ist eine Post-Hippie-Sexklamotte. Ein unterhaltsamer Spaß, der seinen nackten Tatsachen grundsätzlich mit sehr viel Humor begegnet.
Film Kritik
Seit langem gibt der österreichische Film wieder ein kräftiges Lebenszeichen, jenseits der handvoll arivierten Filmemacher, von sich. „Nacktschnecken“ ist eine Symbiose aus bewußt, österreichischer Komödie, gepard (gepaart, Wortspiel des Films) mit einem weltweit gleich bekannten und interessanten Thema. Sex!

Ein paar Typen drehen einen Porno, na und?Die Geschichte wird interessant durch die Verbindung von Alltag und die Möglichkeiten, die sich durch den Alltag ergeben. Fünf Leute wollen einen Porno machen, wobei ihr Hauptmotiv das Geld ist. Es ergeben sich zwei Ebenen, die den Film so außergewöhnlich machen. Auf der einen Seite agieren hier Charaktere, die dank ihrer Autoren und Darsteller aus sich heraus witzig sind und nicht wie in so vielen anderen Komödien krampfhaft nach Pointen haschen.

Auf der anderen Seite zeigt der Film, dass sich die Mixtur Sex für Geld und Geld für Sex nicht so einfach gestaltet, wie uns Pornofilmproduktionen weiß machen wollen. Es wird gezeigt, dass hier Menschen mit Gefühlen miteinander in Kontakt treten und dass Gefühle wie Lust und Verlangen sich nicht durch Geld hervorrufen lassen.Gleichzeitig räumt der Film ein, dass wir nicht immer soviel über unsere Gefühle nachdenken sollten, sondern einfach einmal „dem Tier im Mann und in der Frau“ freien Lauf lassen sollten. (Höhepunkt im Film ist die nicht gefilmte Orgie, bei der sich alle wie Tiere aufführen).Feine Details und die gekonnten Nebenhandlungsstränge ( z.B. das „Briefopfer“ von Johann, die von den Briefen erregt wird. Ihr Mann verfaßt daraufhin ebenfalls einen erotischen Brief, der alles andere ist als erotisch ist oder der Gepard, der dank des vorhin erwähnten Beispiels durch den ganzen Film schleicht und Christoph Grissemann als Grissemann) runden den Film ab.

Super, dass die österreichische Filmförderung diesen Film unterstützt hat. Der Film hat es sich verdient.
Kurz Kritik
(4.0/5)
(3.5/5)
(5.0/5)
(4.0/5)
(1.0/5)
(5.0/5)
(1.0/5)
(5.0/5)
Dieses Film Review wurde von Richard-Philipp Fahrbach erstellt.


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