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Alien vs. Predator
AVP: Alien vs. Predator
Deutschland | USA | Kanada | Großbritannien | Tschechische Republik  2004 
Action | Science-Fiction
05.11.2004  (Österreich)
04.11.2004  (Deutschland)
Impact Pictures | 20th Century Fox | Davis Entertainment | Brandywine Productions Ltd. | Charenton Productions Limited | Inside Track Films | Zweite Babelsberg Film GmbH
(Österreich)
(Deutschland)
Paul W.S. Anderson
Paul W.S. Anderson; Jim Thomas; John Thomas; Dan O'Bannon; Ronald Shusett
Inhaltsangabe
Ein Satellit der Weyland Corporation macht eine aufsehenerregende Entdeckung in der Antarktis - eine riesige, unterirdische Pyramide, begraben im ewigen Eis. Das Pyramidensystem lässt Einflüsse verschiedener Kulturen des Altertums erkennen. Wer hat das Bauwerk errichtet? Charles Bishop Weyland (Lance Henriksen) ist fest entschlossen es herauszufinden und engagiert ein Team namhafter Experten, um mit ihnen die mysteriöse Pyramide zu inspizieren. Als die Gruppe ankommt, stellen sie zu ihrer Verwunderung fest, dass jemand erst kürzlich einen langen Zugangsschacht ins Eis gebohrt hat, der direkt in die Pyramide führt. Im Inneren des labyrinthartigen Bauwerks angekommen, entdeckt Weyland's wissenschaftliches Team nicht nur archäologische Artefakte... Es ist noch etwas anderes da unten, etwas Bedrohliches. Sie stoßen auf zwei Arten, die seit jeher im Krieg miteinander liegen. Hier werden keine Gefangenen gemacht, schon gar nicht menschliche. Weyland's Team gerät zwischen die Fronten...
Film Kritik
Level 1: Tomb Raiders -----
Regisseur Paul Anderson scheint spezialisiert auf filmische Adaptionen von Videogames. Nach MORTAL KOMBAT (1995) und RESIDENT EVIL (2002) ist AVP nunmehr seine dritte Game-Verfilmung. Ein Lerneffekt ist allerdings nicht zu erkennen. Die Figuren des Films sind langweilig, taugen bestenfalls als Kanonenfutter für die Monster. Der erste Akt des Films plätschert ohne nennenswerte Höhepunkte dahin. Hier stellt sich die berechtigte Frage warum der Film soviel Zeit für den Aufbau einer Handlung verschwendet, die ohnehin sehr dünn, und mindestens ebenso haarsträubend unterbelichtet ist wie seine Bilder. Nach mittlerweile vier ALIEN und zwei PREDATOR Filmen sollte der Filmtitel ALIEN VS. PREDATOR doch genügen um gleich vom Start weg zur Sache zu kommen. Diese drei Worte sagen ohnehin mehr aus als das gesamte Drehbuch. Oder würde sich wohl ernsthaft jemand ein substanzielles Drama von dem Titel erwarten? Eben! AVP seine simple, aber nichts desto trotz zeitweise recht unlogische Handlung vorzuwerfen wäre sicher verfehlt. Das Problem liegt ganz wo anders, ist in etwa das gleiche wie bei RESIDENT EVIL. Wir machen einen Zombiefilm, aber zeigen in den ersten 30 Minuten keine Zombies. AVP ist dementsprechend ein Combat- / Actionmovie, welches in der ersten halben Stunde keine einzige Kampfszene aufweist! Statt dessen irren die Akteure in bester Tomb Raider Manier durch die Pyramide, rätseln über Hieroglyphen und lösen diverse Fallen aus. Eine mir völlig unverständliche Herangehensweise, die sich in hartnäckiger, konstanter Langeweile beim Betrachter bemerkbar macht.

Level 2: This time it's war -----
Im zweiten Akt reduziert sich das wissenschaftliche Team, wird entweder von den Aliens, oder den Predators dahingemetzelt. Wieder eine herbe Enttäuschung. Die meisten Morde sind Off-Screen, die Szenen wiederholen ihre simple Struktur immer und immer wieder. Opfer spaziert durch dunkle Gänge, wird entweder vom Alien oder vom Predator gekrallt, Schnitt und weg. Weiter zur nächsten Szene. Horrorfans, die bereits RESIDENT EVIL als blutleeres Fiasko sehen sollten einen großen Bogen um AVP machen. Im Gegensatz zum R-Rating des Erstgenannten, ist AVP eine lahme Geisterbahnfahrt für 13-jährige (PG-13 Rating). Das würde weitaus weniger ins Gewicht fallen, wäre Paul Anderson in der Lage etwas Spannung zu erzeugen... ALIEN war schließlich auch kein Goremovie. Leider gibt's aber auch hierbei nichts zu holen, der Film funktioniert lediglich in seinen Action- bzw. Kampfszenen zwischen Aliens und Predators. Das erste Aufeinandertreffen der beiden ist demnach auch der Höhepunkt der ersten Filmhälfte. Die Effekte, eine Mischung aus CGI's, 'Mann-im-Anzug' und mechanischen FX, sind sehr ansehnlich und auf eine Art und Weise ausbalanciert, welche die Bewegungsabläufe der Monstren sehr dynamisch und glaubhaft umsetzt. Genau solche Konfrontationen sind der eigentliche Film! Warum so wenig davon?

Level 3: The enemy of my enemy is my friend -----
Der dritte Akt des Films ist zweifellos der beste, weil er der einzige ist der den Filmtitel halbwegs gerecht wird. Alexa Woods (Sanaa Lathan), die letzte Überlebende des Teams, sieht keinen anderen Ausweg mehr als sich mit dem Predator gegen die Vielzahl an Aliens zu verbünden. Gemeinsam kämpfen sie eine Schlacht, die vor hunderten Jahren begonnen wurde, als köstlich gegensätzliches Double Team. Endlich kann der Film mit einigen temporeichen und spektakulären Szenen aufwarten, die zwar für die vorangegangenen Fehler nicht entschädigen können, aber den Kinobesuch wenigstens nicht völlig sinnlos machen. Auch hier sind die Effekte überwiegend als gelungen zu bezeichnen. Der finale Kampf mit der Alien Queen ist sogar in der Lage, die Kreatur technisch auf eine Art zu präsentieren, die man bisher noch nicht gesehen hat. Selbst die stümperhafte Handlung des Films fügt sich, in der reduzierten Sichtweise temporeicher Actionszenen, zu so etwas wie Konsistenz zusammen und funktioniert erstmalig im gesamten Film. Wer hätte das noch für möglich gehalten?

Final Score -----
Gesamt gesehen scheitert AVP ganz offenkundig daran, ein Action- / Horrormovie hinauszuposaunen, es in Wirklichkeit aber nicht zu sein. Die fatale erste Filmhälfte und das immanente Unvermögen Spannung zu erzeugen können in Summe nicht durch den recht unterhaltsamen, actionreichen Showdown aufgewogen werden. AVP ist auch stilistisch Lichtjahre von einer guten Regiearbeit entfernt. Paul Anderson versteht es in keinster Weise mit den visuellen Qualitäten anderer Regisseure der beiden Serien (Ridley Scott, James Cameron, David Fincher, John McTiernan, etc) mitzuhalten. Mehr noch, er unterliegt sogar seiner eigenen Meßlatte, die er 1997 mit EVENT HORIZON definiert hat. AVP ist zwar keine Katastrophe, erfordert aber zwingend einiges an 'Good will' und Geduld seitens des Zusehers, anderenfalls bleibt der Film dort wo er herkommt... deutlich unterhalb des Mittelmaßes.
Kurz Kritik
(1.0/5)
(2.5/5)
(3.0/5)
(0.0/5)
(1.0/5)
(2.5/5)
(4.0/5)
(2.0/5)
Dieses Film Review wurde von Alex Bielesch erstellt.


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