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Die Passion Christi
The Passion of the Christ
USA | Italien  2004 
Drama | Historienfilm
Icon Productions

http://www.thepassionofthechrist.com/
Mel Gibson
Mel Gibson; Benedict Fitzgerald
John Debney; Gingger Shankar; Shankar
James Caviezel; Hristo Shopov; Ted Rusoff; Maia Morgenstern; Christo Jivkov; Francesco De Vito; Monica Bellucci; Mattia Sbragia; Toni Bertorelli; Luca Lionello; Claudia Gerini; Fabio Sartor; Giacinto Ferro; Olek Mincer; Sheila Mokhtari; Lucio Allocca; Paco Reconti; Adel Bakri; Luciano Dragone; Adel Ben Ayed; Franco Costanzo; Lino Salemme; Emanuele Gullotto; Francesco De Rosa; Maurizio Di Carmine; Francesco Gabriele; Angelo Di Loreta; Federico Pacifici; Roberto Santi; Giovanni Vettorazzo
Inhaltsangabe
Es gibt zwei Möglichkeiten die Handlung des Films zusammenzufassen... Erstens: Der Film beschreibt die letzten 12 Stunden im Leben von Jesus Christus, von seiner Gefangennahme bis zur Kreuzigung. Zweitens: Der Film zeigt 127 Minuten lang, wie ein Mann gequält, gefoltert und letztendlich ermordet wird.
Film Kritik
Hysterie repeats itself -----
Um einen halbwegs sachlichen Zugang zum Hype-Film des Jahres zu gewinnen, möchte ich für die Dauer dieses Reviews die religiösen Aspekte ausklammern. Nach dem ganzen multimedialen Rummel um den Film scheint mir ein nüchterner Ansatz zwingend erforderlich! Leisten wir uns also den 'Luxus' einfach vom Standpunkt einer Literaturverfilmung (Bibel), oder aus der Sichtweise eines Historienfilms einen Blick auf THE PASSION OF THE CHRIST zu werfen. Vor dieser kritischen Betrachtungsweise kann der Film seine vielen Schwächen nicht so leicht verbergen. In Wirklichkeit ist THE PASSION OF THE CHRIST nämlich eine lausige Verfilmung des Stoffes - und zwar sowohl der Story, als auch des Themas. Es wird grundsätzlich vorausgesetzt, dass ohnehin jedes Detail der Geschichte bekannt ist - das soll wohl entschuldigen, dass der Film in keinster Weise um eine Charakterisierung seiner Figuren bemüht ist und wichtige Inhalte oft nur in kurzen Flashbacks angedeutet werden. THE PASSION OF THE CHRIST versagt als Erzählung einer Geschichte genauso wie als Umsetzung seiner Themenschwerpunkte, der christlichen Religion.

Stilistisch fühlt man sich in einer Endlosschleife abgegriffener BRAVEHEART Images gefangen, einen immer wiederkehrenden Muster an Slow-Motion Shots, pathetischer Szenen und Actionmovie Schnittfolgen, die sich hilflos im Kreis drehen. Schauspielerisch gibt's in Ermangelung substanzieller Dialoge wenig zu holen, einzig Maia Morgenstern (Maria) ist ein Lichtblick. Obwohl THE PASSION OF THE CHRIST vereinzelt interessante Ideen bietet, wie zB. die Inszenierung des Teufels, sind diese aber zu spärlich gesät um den Gesamteindruck deutlich beeinflussen zu können.

Exploitation Cinema Made in Hollywood-----
Mit THE PASSION OF THE CHRIST stürzt sich der offensichtlich untalentierte Regisseur Mel Gibson auf einen kleinen Teilaspekt der christlichen Religion und schlachtet ihn im Film auf theatralische Weise bis zum letzten Blutstropfen aus. Wen interessieren schon Inhalte, wenn man statt dessen zwei Stunden lang in Zeitlupenaufnahmen diverser Brutalitäten schwelgen kann? Mel Gibson ganz sicher nicht, das ist nach Ansicht des Filmes evident. Anstatt seinem eigenen einfältigen Drehbuch etwas inhaltliche Substanz zu verleihen, reduziert sich der Film auf das was Gibson offenbar für 'das Wesentliche' hält. Mit geradezu widerlicher Offensichtlichkeit schwelgt THE PASSION OF THE CHRIST in elendslangen Gewaltszenen, die spätestens nach einer Viertelstunde langweilen. Genüsslich klebt die Kamera nahe an den blutenden Wunden, jeder Peitschenschlag in Slow-Motion scheint wichtiger als alles andere zu sein. Herr Gibson, gratuliere zum wahrscheinlich ersten schundigen Folterfilmchen made in Hollywood! Der Unterschied zu billigen Exploitation- und Torturemovies ist viel geringer als man es für möglich halten würde. THE PASSION OF THE CHRIST ist lediglich technisch besser, funktioniert aber auf ähnliche Art - er beutet sein Thema auf plakative Weise aus und präsentiert es letztendlich als sensationsgeile und substanzlose Kinoshow. Ich habe übrigens weder ein Problem mit Exploitationfilmen, noch mit übersteigerten Gewaltszenen. Der Schreiber dieses Reviews hat sich in den 80ern mit Begeisterung durch alle 'Perlen' des italienischen Zombie- und Kannibalenfilms gewühlt. Im Gegensatz zu THE PASSION OF THE CHRIST haben sich die aber nicht für gute Filme gehalten. Erst darin liegt die Impertinenz, welche Gibson's Film zu einem widerwärtigen Brechmittel macht.

Fazit: THE PASSION OF THE CHRIST ist der Heuler des Jahres!
Kurz Kritik
(1.0/5)
(4.0/5)
(2.0/5)
(4.0/5)
(1.0/5)
Dieses Film Review wurde von Alex Bielesch erstellt.


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