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The Book of Eli
The Book of Eli
USA  2010 
Action | Drama | Abenteuer
18.02.2010  (Österreich)
18.02.2010  (Deutschland)
Silver Pictures | Alcon Entertainment
Tobis Film (Österreich)
Tobis Film (Deutschland)
http://thebookofeli.warnerbros.com/
Albert Hughes; Allen Hughes
Gary Whitta
Atticus Ross
Joe Pingue; Malcolm McDowell; Mila Kunis; Ray Stevenson; David Midthunder; Michael Gambon; Jennifer Beals; Arron Shiver; Denzel Washington; Tom Waits; Gary Oldman; Frances de la Tour; Evan Jones; Don Tai; Josh Berry; Scott Michael Morgan; Lateef Crowder; Chris Browning; Mike Seal; Gregory Leiker; Jamie Haqqani; Daniel J Gonzales; Alexandra Krizman; Frank Powers; Lora Cunningham; Luis Bordonada; Christina Koerber; Heidi Pascoe
Inhaltsangabe

Wir schreiben das Jahr 2044. Knapp 30 Jahre sind seit der großen Katastrophe vergangen. Damals wurde fast das gesamte Leben ausgelöscht. Nur wenige konnten dieses Unglück überleben. Einer von den “ Glücklichen “ ist Eli ( Denzel Washington ), der seitdem unbeirrt richtig Westen wandert. Im Gebäck weiß er ein Buch zu verstecken, das für die restliche Menschheit schon bald von unglaublicher Wichtigkeit sein könnte. Sein einsamer Weg führt den tapferen Mann durch Wüsten voller zerstörter Städte, kahlen Landschaften, und steinigen Straßen. Sein Ziel ist ihm unbekannt. Nur, dass in der westlichen Welt ein funktionales Leben geführt werden kann, von dieser Sage hat er gehört. Daher ist er seit knapp drei Jahrzehnten dorthin unterwegs. Als Eli das Wasser knapp wird, und zudem sein “ i-pod “ den Geist aufgibt, beschließt er in der nächsten Stadt, indem sich einige Überlebende breit gemacht haben, einen Stopp einzulegen. Geld ist in dieser tristen Zukunft nutzlos geworden. Der Tauschhandel ist das einzige Mittel zum Zweck. Mitgebrachtes wird schnell in Wasser umgewandelt. Für die Reparatur seines geliebten musikalischen “ Spielzeugs “ benötigt es aber einige Zeit. Carnegie ( Gary Oldman ), das herrschsüchtige Oberhaupt dieser “ Stadtmenschen “, hat den Neuankömmling bereits wahrgenommen. Noch weiß er nicht dass dieser Fremdling jenes Buch versteckt, hinter dem er schon seit langer Zeit hinterher ist.
Film Kritik

“ Man sagt der Krieg hätte den Himmel in Stücke gerissen “


Ein Schlüssel in Form eines Buches, das ein aussichtsreicheres Leben in nicht all zu ferner Zukunft gewährleisten könnte, dies bietet die Grundlage zur Geschichte von THE BOOK OF ELI. Die Gebrüder / Regisseure Albert und Allen Hughes zeigen in ihrem fünften Werk ein postapokalyptisches Amerika, indem hart erarbeitete, und im Laufe der Zeit angeeignete Errungenschaften, so gut wie nicht mehr vorhanden sind. Eine Katastrophe, in dem der Zuseher nicht weiß ob die Ursache eine Natürliche oder eine Nukleare war, hebt kurz nach Beginn des 21. Jahrhunderts die Welt förmlich aus ihren Bahnen. Gewalt und die Macht des Stärkeren regiert fort an das Szenario.

“ Die einzige Hoffnung liegt in unseren Händen “


In ihrer Laufbahn als Filmemacher benötigen die Gebrüder Hughes vor allem Zeit ihre Projekte zu realisieren. Daher entstanden in den letzten 17 Jahren gerade fünf Filme, die sie in ihrer Filmographie vorweisen können. Alles begann 1993, als sie mit ihrem Debüt MENACE II SOCIETY für einen ziemlichen Wirbel sorgten. Der Rassenkampf und die Art wie unverblümt diese Thematik auf die Leinwand gebracht werden kann, hat in den Neunzigern für ein großes Aufsehen gesorgt. Zwei Jahre später schlugen sie mit DEAD PRESIDENTS in die selbe Kerbe. 1999 realisierten die beiden eine Dokumentation über AMERICAN PIMPS. Diese wurde aber, im Gegensatz zu den ersten beiden Werken, in europäischen Gefilden kaum beachtet. 2001 versuchten sich die Gebrüder Hughes an einen literarischen Stoff und FROM HELL entstand. War es in Vergangenheit so, dass sie der Stilisierung wenig Aufmerksamkeit schenkten, und mehr ihre Story in den Vordergrund drängten, so erschufen sie in FROM HELL eine für sie neue Konzeption. Die Optik wurde zur Attraktion, die Farbenpracht und die Bildgewalt zum primären Ziel.

Irgendjemand würde töten um es zu bekommen


An diesen 2001 entstandenen Erkenntnissen hielten die Filmemacher fest, wenngleich die Farbenpracht für THE BOOK OF ELI völlig in Schutt und Asche liegt. Statt Farben herrscht ein Grau in Grau, jenes aber ohne Frage sehr in dieses Endzeitszenario passt. Noch eine Nuance weniger “ Bunt “ würde Schwarz / Weiß ergeben, so schal und matt ( im positiven Sinne ) sind seine Farben. Um dieses Ambiente zu verstärken halten sich die Dialoge im Hintergrund. Unnützes wird erst gar nicht angesprochen, und die gewichtigen Wortwechsel sind knapp bemessen. Im Gesamten bildet der Ausdruck den Eindruck. Die endlos triste, und für uns völlig fremde Welt, werden in langen Einstellungen gezeigt. Der Schnitt verzichtet weitgehend auf die neu-moderne rasante Technik. Der Score beinhaltet weniger gesamte Musikstücke, sondern beschränkt sich zumeist auf vereinzelnde Soundklänge.

… und er würde töten um es zu beschützen …


Neben den bereits erwähnten ästhetisch schmutzigen, und teilweise verstörend surrealen Bildern, muss der Soundtrack gesondert erwähnt werden. Diese von den Komponisten Atticus und Leopold Ross, sowie Claudia Sarne beigesteuerte Filmmusik beinhaltet Klänge und Töne, die der Filmliebhaber vor allem aus so manchen VANGELIS Kompositionen kennt. Inmitten einiger Passagen werden wir an Filmen wie BLADE RUNNER oder CHARIOTS OF FIRE erinnert. Aber auch verstehen die “ Musiker “ nicht nur Bekanntes zu servieren, sondern wissen auch durch Eigenständigkeit zu überzeugen. Ihre kreative Auswahl und Zusammenmischung aller Geräuschkulissen ergeben eine perfekte Unterstützung für den Film, und tragen somit wesentlich zum Gesamteindruck bei.

Er ist anders als die Anderen


In der Besetzungsliste befindet sich eine kleine aber feine illustre Runde. Denzel Washington ( Oscar: TRAINING DAY ), sowie die Kultfiguren Gary Oldman und Tom Waits bieten rundum integere Leistungen. Für die weiblichen Charaktere wurde ein gegensätzliches Paar gewählt. Zum einen wurde mit Jennifer Beals ( FLASHDANCE eine Persönlichkeit engagiert, die man im Kino schon länger nicht gesehen hat. Zur ihr gesellt sich mit Mila Kunis ein für das Kino eher unbekanntes Gesicht, jenes bislang vor allem in TV Produktionen zu sehen war. Sie alle ordnen sich, obwohl sie bei Leibe nicht schlecht agieren, den bereits erwähnten Attraktionen unter.

Fazit:

THE BOOK OF ELI fasziniert durch seine Atmosphäre, seiner Stilisierung, und nicht zuletzt durch seine grandiose Filmmusik. Leichte Abzüge dürfen in der recht dünnen Story gegeben werden, wenngleich ein dickeres Drehbuch nicht unbedingt immer von Nöten ist. Leider hat dieses Endzeitspektakel nicht vor ein Schauspielerfilm zu sein. Dadurch kann die darstellerische Leistung des gesamten Ensemble bloß als “ unterstützend “ eingestuft werden. Dennoch ist THE BOOK OF ELI ein Film der durch und durch funktioniert und sollte, vor allem wegen seiner Optik, auf großen Leinwänden gesehen werden.

Kurz Kritik
(2.5/5)
(4.5/5)
(4.0/5)
(3.0/5)
(4.0/5)
(3.5/5)
(4.0/5)
Dieses Film Review wurde von Richard Lammel erstellt.


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