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| Originaltitel: |
Sherlock Holmes |
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| Produktionsland: |
USA 2009 |
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| Genre: |
Action | Drama | Abenteuer | Thriller | Gangsterfilm |
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| Kinostart: |
29.01.2010 (Österreich) 28.01.2010 (Deutschland) |
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| Studio: |
Silver Pictures | Village Roadshow Pictures | Lin Pictures | Translux | Wigram Productions |
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| Verleih: |
Warner Bros. (Österreich) Warner Bros. (Deutschland) |
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| Drehbuch: |
Arthur Conan Doyle; Guy Ritchie; Simon Kinberg; Anthony Peckham; Lionel Wigram; Mike Johnson |
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| Darsteller: |
Robert Maillet; Robert Downey Jr.; Rachel McAdams; Eddie Marsan; James Fox; Jude Law; Geraldine James; Kelly Reilly; William Hope; Hans Matheson; Bronagh Gallagher; Mark Strong; Terry Taplin; William Houston; David Garrick; Robert Stone; James Currie; Martin Ewens; Brendan McCoy; John Warman |
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| Inhaltsangabe |
| Als der Meistedetektiv Sherlock Holmes den gefürchteten Lord Blackwood hinter Schloss und Riegel verbannte, verfällt der exzentrische einem müden Trott der Ungewissheit. Das größte Mysterium seiner Karriere gelöst, bleibt nur noch die öden Fälle der Metropole. Unmotivierter Gewaltsakte, leidenschaftliche Ehebrüche und dumme Diebe. Nichts reizt den Verbrechensjäger mehr. Selbst Dr. Watson weiß nicht mehr, wie er seinen Genossen aufheitern könnte. Doch als die alte Flamme von Sherlock, die Diebin Irene Adler, erneut auf die Bildfläche auftaucht, wird jener Meister seines Metiers aufmerksam. Denn der Auftrag der Schönheit ist nicht das einzige Mysterium am Horizont. Der große Erzfeind, der kurz vor dem Tod am Galgen steht, breitet dem Logiker ein Rätsel vor die Füße. Blackwood würde sterben – und wieder leben … |
| Film Kritik |
Wenn die dreckigen Straßen Londons von dunklen Mächten eines Teufels besetzt werden, kann nur ein Mann dagegen halten. Der Meister der Logik. Sherlock Holmes.
Holmes, does your depravity know no bounds?
Eigentlich eine äußerst nahe liegende Idee. Der Mann, der die Ratio gegen den Mythos hält. Das Konzept, welches den Grundstein für die moderne Kriminalgeschichte gelegt hat. Und der Exzentriker, welcher der Urvater von House M.D. & Co ist. Die Rede ist von Sherlock Holmes. Zwar ist sein Ruf ein wenig angestaubt, aber warum sollte der berüchtigte Baker-Street-Bewohner auch nicht die große Leinwand erstürmen, wenn sich seine geistigen Nachfahren über die verschiedensten Medien verstreut herumtollen. Das einzige Hindernis, welches zwischen ihm und der Moderne liegen, ist der Staub, der sich auf den berühmten Schriften von Sir Arthur Conan Doyle ansetzte. Mit dem richtigen Regisseur, wohl doch nur ein kleiner Stolpersteinchen. Und jener Filmemacher sollte kein anderer sein als der britische (Kult-)Visualist Guy Ritchie. Mit seinen grotesken Filmabenteuer hat er die tristen Straßen Londons in perfid surrealen Bilder eingefangen. Schneller Schnitt und popkulturelle Referenzen machten aus der Metropole ein filmisches Erlebnis, das die Wahrnehmung der Stadt auf einen neuen Pfad führte. Mit seinen Anfangsarbeiten Lock, Stock und Two Smoking Barrels und Snatch baute er sich einen exzellenten Ruf als Mann für das Exzentrische. Mit der Liebeserklärung zu seiner Frau zerstörte er all dieses. Seine amerikanischen Jahre sind vorbei. Mit Stolz, Stock und Melone schreitet Ritchie nun zurück auf dem Pfad in die britische Großstadt – und zurück in eine längst vergessene Zeit. In eine Ära, in der Ratio auf Mythos trifft. Anders als in seinem amerikanischen Pendant Sleepy Hollow, in dem die Vernunft in das Reich der Gespenster tritt, wandelt in dem neuesten Ritchie-Streifen der Aberglaube in der rationellen Konstrukt der Urbanität. Das letzte Bollwerk der Logik: Sherlock Holmes. Was in der Blaupause des Filmischen einem Kampf zwischen dem Rationalismus und der Mythologie ähnelt, wird jedoch in den ersten Spielfilmminuten schnell entblößt: Sherlock Holmes ist keineswegs eines der subtilsten Arbeiten von Guy Ritchie, der die Konzeption der Urbanität – und hiermit auch der Kriminalität – auf ein Neues zu hinterfragen weiß. Die Entschlüsselung der Stadt per se, welches sich hinter den humorvollen Gangsterkomödien seiner Frühzeit verbirgt, wird selber zur halbdurchsichtigen Maske, hinter der Mainstream hervorschaut. In der Hommage an dem berühmtesten Kriminalogen der Literatur- und Filmgeschichte trifft der Zuschauer auf Ritchies ersten Blockbuster – und hiermit trifft der Regisseur in vielen Belangen voll ins Schwarze. Auch wenn das erste verfilmte Drehbuch von Spielfilmdebütant Michael Robert Johnson eine gewisse Tiefsinnigkeit vermissen lässt, macht das Re-Boost der literarischen Figur einfach nur Spaß. Ritchie greift den vordergründigen Witz liebevoll auf und unterwirft diesem seiner eigenen Visualität - verbunden mit einem exzellenten irisch klingenden Sound von Starkomponist Hans Zimmer. Zunächst versuchte Johnson sein profundes Holmes-Wissen – unterstützt und erweitert von der weltweiten Doyle-Organisation Baker-Street-Irregulars - in einem Graphic Novel einzuschreiben, um die filmische Ästhetik der humorvollen Konstellation zu beweisen. Ein Kniff, der glückte. Mit schnellen Schnitte, rasanter Action und einer gewaltigen Prise bestem britischen Humors ist Sherlock Holmes – trotz der einen oder anderen Schwäche – ein höchst amüsanter Blockbuster zum Auftakt in die neue Filmdekade.
In another life, Mr. Holmes, you would have made a great criminal.
Doch, wenn man die strahlende Oberfläche durchbricht, merkt man schnell, dass nicht viel hinter dem mageren Drehbuch steckt. Die Dramaturgie ist eine altbackene beinahe genretypische Erzählung eines einsamen Helden, der gegen die Mächte des Bösen eifert. Kaum eine nennbare Überraschung macht sich breit, wenn der Plot seine gängigen Wendepunkte abarbeitet. Selbst Ritchies differenzierter und wohl tuender Stil kann nicht über die Tatsache der dramaturgischen Einheitskost hinweg täuschen. Ebenso Mark Strong, der schon in den beiden vorangegangen Filme des britischen Regisseurs mitagierte, bleibt relativ blass in seiner Darbietung als düsterer Lord Blackwood. Zwar kann der Darsteller immer wieder eine imposante Figur machen, doch ist seine düstere Erscheinung nur eine Fußnote in dem Blockbuster. So erkennt das Publikum schnell, was sich hinter Sherlock Holmes verbirgt: Robert Downey Jr.. Der beliebte Amerikaner bietet in seiner exzentrischen Performance eine unglaubliche Leinwandpräsenz, die alles Dargebotene überschattet. Er ist eindeutig die treibende Kraft, die das Werk zu seiner Stärker verhilft. Die One-Man-Show des Darstellers ist Johnny Depps Performance aus The Pirates of the Carribbeans – bzw. wenigstens den mäßigen Fortsetzungen – gleich: Zwar bietet die Produktion und das Ensemble eigentlich eine gute Leistung, doch der eigentliche und einzige Grund des Kinobesuchs ist sein Protagonist: Charmant, humorvoll und unwiderstehlich. Und genau hier wird Sherlock Holmes zu jenem brisanten Unterhaltungsspektakel für Jung und Alt. Nachdem Robert Downey Jr. mit Iron Man seine erste Mainstreamreife Franchise in Gang gesetzt hat, macht nun als exzentrischer Detektiv die Straßen Londons (un)sicher. Eine höchst amüsante Leistung, die gerne mit einem Sequel belohnt wird!
Fazit:
Mit Sherlock Holmes bringt der britische Starregisseur Guy Ritchie seine erste Mainstream-Blockbuster-Vision auf die große Leinwand. Zwar kann der Filmemacher nicht jede Schwäche verbergen, doch der in der Titelrolle strahlende Hauptdarsteller Robert Downey Jr. kann es. Dank der amerikanischen Edelmime gelingt Ritchie eine witzige und moderne Adaption der literarischen Hinterlassenschaft von Sir Arthur Conan Doyle. Frisch, schwungvoll und verdammt cool. |
| Kurz Kritik |
| Story: |
    (2.5/5) |
| Musik: |
    (4.0/5) |
| Unterhaltung: |
    (3.5/5) |
| Anspruch: |
    (3.0/5) |
| Spannung: |
    (3.5/5) |
| Darsteller: |
    (4.0/5) |
| Spezialeffekte: |
    (3.5/5) |
| Gesamt: |
    (3.5/5) |
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