| Das Wiegenlied vom Totschlag |
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| Originaltitel: |
Soldier Blue |
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| Produktionsland: |
USA 1970 |
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| Studio: |
AVCO Embassy Pictures | Katzka-Loeb |
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| Drehbuch: |
John Gay; Theodore V. Olsen |
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| Darsteller: |
John Anderson; Dana Elcar; Jorge Russek; Donald Pleasence; Lance Hool; Candice Bergen; James Hampton; Peter Strauss; Martin West; Barbara Turner; Ralph Nelson; Jorge Rivero; Bob Carraway; Mort Mills; Aurora Clavel; Marco Antonio Arzate; Ron Fletcher; Conrad Hool |
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| Inhaltsangabe |
| Nach einem durch Indianer verübten Massaker flüchten ein junger Soldat und eine weiße Ex-Squaw quer und orientierungs-los durch die Wildnis. Durch die Frau lernt er, die Indianer als Menschen und die Weißen als rücksichtslose Massenmörder kennen. Als er verwundet wird, zieht die Frau weiter um Hilfe zu holen. Sie stoßt auf eine Kompanie der Blauröcke, welche vorhaben, das Indianerdorf in dem sie früher gelebt hat zu vernichten. Die Frau schnappt sich ein Pferd und will die Indianer warnen. In der Zwischenzeit erreicht auch der Soldat die Kompanie, die schon auf dem Weg ins Indianerdorf ist. Aber er kann die Soldaten nicht mehr aufhalten und muß die Ausrottung des Indianerstammes mitsamt Kindern und Frauen miterleben. |
| Film Kritik |
"Das Wiegenlied vom Totschlag" (aka "Soldier Blue"=Originaltitel) gehört sicherlich zu den Besten US-Western aller Zeiten. Auf dem Höhepunkt der Anti-Vietnam Bewegung schuf Regisseur Ralph Nelson einen aufwühlenden und ehrlichen Film, der bis heute nichts von seiner Aussagekraft verloren hat. Basierend auf einer wahren Begebenheit werdem dem Publikum schonungslos die damaligen Greueltaten vor Augen geführt und es wird Zeuge der kompletten Ent-Mystifizierung des Soldaten- und Cowboy-Tums. Trotz des recht harten Anfangs schlägt der Film nach 20 Minuten um und man möchte meinen, eine Westernkomödie am laufen zu haben. Dafür sorgt das klasse Zusammenspiel zwischen Peter Strauss und der gutaussehenden Candice Bergen, welche mit ihrer Darstellung eine gehörige Portion Erotik mit ins Spiel bringt. Man nenne hier nur die Befreiungs-Szene, bei der man sich am Liebsten wünscht, an Stelle von Peter Strauss zu sein. Nebenbei taucht auch Horror-Papst Donald Pleasance auf, der leider erst später seine Vorliebe für den Horrorfilm entdeckte.
Und so gibt es bis zum Schluss klasse Western-Unterhaltung mit schön gefilmten Bildern und toller Athmosphäre. Auch die musikalische Untermalung (inklusive des nachdenklichen Titelsongs) passt bestens zur Stimmung des Filmes. Und so vergehen unterhaltsame 110 Minuten, bis man mit dem legendären Schlußmassaker einen richtigen Schlag ins Gesicht bekommt. Und wenn man bedenkt, daß es sich hier um historische Fakten handelt, wirkt dies doppelt so hart. Immerhin war dieser Vorfall einer der bedenklichsten und grausamsten Momente in der amerikanischen Geschichte. Dementsprechend unbarmherzig wurde dies auch umgesetzt und an Filmblut wurde kaum gespart sodaß die ersten Auflagen des Filmes mit einer Freigabe ab 18 eingestuft wurden.
Dies natürlich auch nur mit diversen Kürzungen. Daher hing man dem Film völlig zu Unrecht den Ruf eines Gewaltfilmes an. Erst später erkannte man die Wichtigkeit dieses phänomenalen Klassikers und stufte den Film für jugendfrei ein. Lustige Anekdote am Rand: Ralph Nelson drehte zuvor das seichte Nonnen-Filmchen "Lilien auf dem Felde" und wurde mit allerhand Auszeichnungen zugeschüttet. Nach Sichtigung von "Das Wiegenlied vom Totschlag" wurden ihm alle Preise von der katholischen Filmkritik aberkannt. Wenn das mal kein Lob ist. |
| Kurz Kritik |
| Story: |
    (4.0/5) |
| Musik: |
    (5.0/5) |
| Unterhaltung: |
    (5.0/5) |
| Anspruch: |
    (4.0/5) |
| Spannung: |
    (4.0/5) |
| Darsteller: |
    (5.0/5) |
| Gesamt: |
    (5.0/5) |
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