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Ruinen
The Ruins
USA  2008 
Thriller | Horror
26.06.2008  (Deutschland)
04.04.2008  (USA)
DreamWorks SKG | Red Hour Films | BenderSpink | Spyglass Entertainment
(Österreich)
Universal Pictures International (Deutschland)
http://www.ruinen-film.de http://www.ruinsmovie.com/
Carter Smith
Scott B. Smith
Inhaltsangabe

Eine Handvoll Mitzwanziger verbringen ihren Urlaub im mexikanischen Cancun. Während Mathias Bruder inklusive Freundin sich lieber den kulturellen Höhepunkte des Landes widmen, feiert der Rest vorrangig am Pool oder am Strand. Als jedoch die beiden Reiselustigen nicht wie besprochen zurückkehren, wird Mathias unruhig. Er beschließt, gemeinsam mit vier weiteren Freunden, nach ihnen zu suchen. Den Plan ihres letzten Trips kennen sie bereits. Der Schauplatz befindet sich inmitten der Natur des Landes. Die Maya Pyramiden sind schwer erreichbar und somit keine Touristenattraktion. Außerdem sehen es die Einheimischen gar nicht gerne, wenn Feriengäste bei ihren kulturellen Stätten herumlungern.

Angekommen umgibt den Suchenden sogleich eine unbehagliche Atmosphäre. Die Ortsansässigen blicken ihnen misstrauisch hinterher. Jeff, ein Medizinstudent der die Leitung übernommen hat, führt seine Freunde durch dichtes Dickicht bis vor eine große Maya Pyramide. Oben glauben sie ein Zelt gesichtet zu haben, dass den Bruder gehören durfte. Der Weg nach oben gestaltet sich wegen den vielen Pflanzen ziemlich schwierig. Außerdem geben sich die Ansässigen erstmalig richtig zu erkennen. Zum einen scheinen sie irgendetwas zu fürchten, zum anderen richten sie ihre Waffen auf die unschuldigen Feriengäste. Jeff und seine Freunde müssen flüchten. Der einzig freie Weg führt auf die Pyramide. Jedoch wird die Gefahr, die von den Waffen ausgeht, von nun an ihr geringstes Problem sein.

Film Kritik

Warum Stephen King den 2008 entstandenen RUINEN unter seinen Top 10 des Jahres führt, wird beim Betrachten umgehend klar. Denn die Geschichte, die der Film beinhaltet könnte, ohne viel zu überlegen, Stephen King selbst zugeordnet werden. Glaubt man beim Sehen des Trailers noch in einem Slasherfilm zu geraten, so findet sich der Zuseher in einer so bizarren Szenerie, die exakt zu dem Kultautor passt. Und das dabei der Geschmacksnerv des außergewöhnlichen Schriftstellers getroffen wird, ist kein Wunder.

Der Film beginnt mit einer längeren Anlaufsphase. Die Charaktere werden dabei geringfügig gezeichnet. Nur so viel wie es das Genre erfordert. Durch die Einleitung, und die erst harmlose Stimmung, schafft es das Werk eine kontinuierliche Bedrohlichkeit aufzubauen. Und hat der Betrachter den ersten Höhepunkt erreicht, läuft ihm für die restliche Spielzeit der Schauer über den Rücken. Kennt man im Vorfeld den Inhalt nicht, wird er bei der bald folgenden Auflösung überrascht. Hier gibt es keine Rednex, die willige Touristen quälen wollen. Hier existieren keine sadistisch veranlagten Reiche, die Opfer zum töten brauchen. Die Gefahr lauert bei THE RUINS, so im Original, ganz woanders.

Der noch unerfahrene Regisseur Carter Smith, bislang kann er nur auf zwei Kurzfilme verweisen, scheut sich nicht der interessanten Geschichte Zeit zu geben. Nach der Entwicklungszeit bietet er ein unauffälliges aber dennoch seriöses Handwerk. Er legt sich gar nicht so sehr auf ein Genre fest, wenngleich im Gefühl der Horror überwiegt. Dennoch bietet RUINEN, wegen dem bedächtigen Aufbau, das kennen lernen der Szenerie, und das folgende handeln der einzelnen Personen, auch Elemente eines Dramas. Beigemengt mit dem Stephen King Touch, böse Zungen könnten es auch den “ Trash Faktor “ nennen, ergibt es im Gesamten ein durchaus achtbares Ergebnis. Der Film wird zu keiner Sekunde langatmig, bleibt stets wissenswert, und gleichmäßig auf überdurchschnittlichen Niveau.

Die positiven Elemente seien mit der Geschichte und der anhaltenden Spannung aufgezählt. Die Darsteller, im großen und ganzen geben recht unbekannte Personen ihre Performance ab, können diesen Wert nicht ganz halten. Wenngleich hier nicht von missglückten Leistungen gesprochen werden darf, bieten sie knapp durchschnittliche Durchführungen. Der Soundtrack, und die zahlreichen Toneffekte erreichen bloß den gleichen Standart. Eine engagiertere Crew hätte einen noch wesentlich besseren Beitrag leisten, und noch viel mehr erreichen können. Obwohl in Sachen Filmmusik ein Mann verantwortlich zeichnet, der Werke wie SIN CITY oder PLANET TERROR musikalisch unterstützte; nämlich Greame Revell.
Der letzte bittere Beigeschmack bietet das Finale, jenes ohne zu zögern von jedem üblichen 08/15 Horrorfilm der Gegenwart stammen könnte, und nichts innovatives bietet. Das Ende in eine Richtung zu lenken, egal ob in eine positive oder negative, wäre eine überlegenswerte Alternative gewesen.

Fazit:

RUINEN ist ein Horrorfilm der etwas anderen Art. Der HOSTEL oder WRONG TURN Befürworter, die beiden Filme werden nur als Beispiel genannt, könnte womöglich hierfür wegen einer falschen Vorstellung enttäuscht von dannen ziehen. Der Liebhaber der ideenreicher Geschichten a la King entdeckt diesen Film eventuell für sich.

Kurz Kritik
(4.0/5)
(2.5/5)
(3.0/5)
(2.0/5)
(3.5/5)
(2.5/5)
(3.0/5)
Dieses Film Review wurde von Richard Lammel erstellt.


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