Startseite
 DVD
Blu-ray
 Kino
 Zensur
 Games
 Forum
 Suche


DVD-Forum.at

Wirb ebenfalls für deine Seite
PAGERANK
Pagerank Backlink Linktausch ss4w.de - Pagerank Anzeige ohne Toolbar mit Statistik von ss4w.de

450 Besucher online



Krabat
Krabat
Deutschland  2008 
Drama | Fantasy
28.11.2008  (Österreich)
09.10.2008  (Deutschland)
Claussen & Wöbke Filmproduktion GmbH | Castel Film Romania | Brass Hat Films | Krabat Filmproduktion
Centfox (Österreich)
20th Century Fox (Deutschland)
http://www.krabat-blog.de/blog
Marco Kreuzpaintner
Marco Kreuzpaintner; Michael Gutmann; Otfried Preußler
Robert Stadlober; Hanno Koffler; Christian Redl; Anna Thalbach; Daniel Brühl; Daniel Steiner; Tom Lass; Tom Wlaschiha; Charly Hübner; Daniel Fripan; Sven Hönig; Mac Steinmeier; David Kross; Paula Kalenberg; Moritz Grove; Stefan Haschke; David Fischbach
Inhaltsangabe
Es ist düster in der Welt geworden. Der Dreißigjährige Krieg hängt wie kalte Sturmwolken über die Ländereien. Besonders Waisenkinder wie Krabat müssen dies eiskalt erfahren, als sie von Haus zu Haus, von Dorf zu Dorf betteln gehen. Doch der Hunger ist nicht das einzige Problem des Jungen. Seit Tagen plagen ihn Träume von elf Raben, die ihn zu rufen scheinen. Sie locken den Heimatlosen in eine mysteriöse Mühle, zu einem düsteren Mann. Dieser verspricht Krabat die Gesellenschaft. Eine Heimat und Essen. Und Mächte, die er sich nie erträumen hätte. Er müsse nur einschlagen. Nichts ahnend, schlägt der Verzweifelte ein. Die Mühlen beginnen sich erneut zu drehen, der Pakt ist geschlossen …
Film Kritik
Von Vielen schon im Vorfeld als der deutsche Harry Potter – je nach Gesinnung - abgeschrieben oder hoffnungsvoll erwartet. Krabat ist die Verfilmung des gleichnamigen Jugendromans von Otfried Preußler, der nach einem sorbischen Volksmärchen sein Stück konstruiert. Er erzählt eine düstere Geschichte über Magie und Verzweiflung, Liebe und Verrat.

Nun also nach mehreren Dekaden findet diese triste Zaubereilegende auch den Weg in die deutschsprachigen Filmhallen. Es scheint wirklich zum Teil, dass der Film eine gewisse Wahlverwandtschaft mit den britischen Pendants einzugehen versucht. Dabei will aber der deutsche Märchenfilm unbedingt ein wesentlich schärferes und düsteres Sujet abliefern. Gerade der ernste Hintergrund von diesem schrecklichen, europäischen Großkrieg sollte als die aussichtslose Grundstimmung fungieren. Krabat machte sich auf ein düsterer, deutscher Potter zu werden – doch irgendwo auf dem Weg dorthin, muss Regisseur Marco Kreuzpainter die falsche Abzweigung durch den falschen Wald genommen haben. Beginnt der Film doch relativ viel versprechend mit seiner traurigen Thematik, kann das Werk sein eigenes Niveau im Laufe des Films einfach nicht halten. Kreuzpainter versucht mit allen Mitteln sein Film in dunkle Farben zu hüllen, ist mit diesem Versuch aber leider nur mäßig erfolgreich. Durch diese intensive Fokussierung auf die zwanghafte Atmosphäre, wirken dann sogar einige Szenen unfreiwillig komisch. Egal, ob es nun die Liebe zwischen Krabat und dem Dorfmädchen ist, oder auch die Einführung eines vergessenen Freundes des Protagonisten – alle Versuche, den Helden in einer neuen, tieferen Perspektive zu zeigen, wirken dumpf und aufgesetzt. Konnte der Deutschen mit seinem letzten Film, Trade, sehr großes, internationales Kino schaffen, gelingt ihm hier nur relativ gutes, deutsches Fernsehprogramm.

Selbst die gute Schauspielerzunft konnte das mäßige Drehbuch nicht in ein interessantes Psychologiespiel verwandeln. Der vielseitige Christian Redl zeigt als der Gesellenmeister eine durchschnittliche Leistung, von der man eigentlich wesentlich mehr erhofft hatte. Gerade dieser sollte eigentlich vom Ursprungsmaterial die interessantesten, da vielschichtigsten Auftritte haben, die aber im Drehbuch in ein viel zu plattes Schwarz / Weiß- bzw. nur Schwarz-Schema eingebettet wurden. Ähnliches geschah mit dem eigentlich renommierten Daniel Brühl, der sein charmantes Spiel auf wenige, detaillose Gesten und Mimiken reduzierte. Eine Schande, diese beiden großen Namen in Nichts verklingen zu lassen, ohne das dahinter stehende Potential gänzlich zu nutzen. Der deutsche Nachwuchsschauspieler David Kross beschreitet mit der deutschen Volkslegende schon zum fünften Male die große Leinwand – und dies zum zweiten Male nach dem psychologisch reservierten Knallhart als Hauptdarsteller. Doch im Gegenzug zu seinem letzten Kinoauftritt wirkt sein Spiel eher mäßig. Seine ersten Monate bei den Gesellen frohlockt er dem Zuschauer mit einer relativ guten Darstellerleistung – doch wenn es darum geht dem Tode ins Auge zu sehen, gelingt es dem Jungschauspieler nicht die innere Zerrissenheit nach Außen zu tragen. So kann es passieren, dass gerade die dramatischsten Szenen zu den lustigsten für das Publikum werden.

Fazit:
Ein deutsches Erfolgsjugendbuch als Vorlage, große Schauspielernamen in den Credits und ein Regisseur, dessen Ruf sprunghaft stieg – Man könnte meinen, all diese wären die wichtigsten Komponenten, um einen deutschen Erfolgsfilm zu zaubern. Der Versuch die Harry Potter-Reihe in düsteren Bildern zu übertrumpfen, fällt leider in Durchschnittlichkeit aus. Krabats Magie ist schon einen Kinobesuch für den einen oder anderen Fantasy-Fan wert, doch sollten diese ihre großen Erwartungshaltungen etwas herunterschrauben.
Kurz Kritik
(3.0/5)
(3.5/5)
(3.0/5)
(2.0/5)
(2.5/5)
(3.0/5)
(2.5/5)
(3.0/5)
Dieses Film Review wurde von Sebastian Klausner erstellt.


DVD-Forum.at - Forum | Werben auf DVD-Forum.at | Doblmann.de | DVD-Easy | DVD-Palace | DVDiggle | PAL NTSC FILM Umrechner