Einiges kann man Regisseur Wes Anderson nicht absprechen. Er hat Ideen und er verfolgt Diese konsequent. Er hat Stil, zwar einen sehr eigenwilligen, aber einen der nachhaltig in Erinnerung bleibt. Er setzt auf Handarbeit und spart deshalb auf teure Special Effects. Er schafft eine surreale Welt und legt auch Wert auf Kleinigkeiten. Er lässt seine Filme zeitlos erscheinen, denn tragen die Protagonisten Wäsche aus dem 70er Jahren doch lassen Kaffeemaschine und andere Hilfsmittel auf eine spätere Jahreszahl schließen.
The Life Aquatic with Steve Zissou, so der Originaltitel, lehnt sich sehr an die früheren B - Movies an. Ray Harryhausen lässt grüßen. Wie bereits erwähnt setzt Anderson auf Selbstgemachtes. Die unechten Meereslebewesen sind Handarbeit und keine Computer erschaffene Wesen.
Außerdem war der Regisseur in seiner Kindheit sicherlich ein Fan von dem französischen Meeresbiologen Jacques Cousteau. Die roten Mützen der gesamten Besatzung und die Dokumentar ähnlichen Sequenzen weisen darauf hin.
Doch mit Wes Andersons Art sollte man zurecht kommen, wenn dieser Film gefallen soll. Leider liegt mir dieser Stil nicht. Viel zu viele Gags versanden sehr schnell. Kaum einmal gelächelt musste ich mich über den wunderlichen Verlauf den Kopf schütteln. Vielleicht liegt es daran das ich mit dieser hintergründigen Art Humor wenig anfangen kann. Fast kann man bei diesen Film mehr über eine Satire sprechen als über eine Komödie.
Ist es zum Beispiel witzig wenn man David Bowie Songs schlecht gesungen als portugiesische Balladen wieder gibt. Einem Bowie Fan wie auch mir stehen die Haare zu Berge wenn sie ca. 15 Lieder von ihrem “ Heroe “ in dieser grausigen Version vorgesetzt bekommen. Brrrrrr...
Oder; Bill Murray mit einer Pistole bewaffnet, schießt auf alle Piraten und verpulvert ohne nachzuladen 100erte Kugeln. Natürlich ohne jemals zu treffen. Die Piraten waren aber so geschockt von den Mut der ihnen entgegen sprang, so das sie fluchtartig das Schiff verlassen mussten ?? Geht es eigentlich noch blöder ??
Den Vergleich mit The Royal Tenenbaums hält Die Tiefseetaucher in keiner Weise stand. Weder auf photographischer oder inhaltlicher Ebene. Zuviel geklautes aus Andersons früheren Werken lassen das Werk wie einen alten gekauten Kaugummi schmecken, den man 118 Minuten im Mund hatte.
Fazit:
Nur hartgesottene Anderson Fans werden bei den Tiefseetauchern ihre Lachmuskeln trainieren. Für den Rest der Zuseher sind die Tiefseetaucher untergegangen. Blubb, blubb, blubb....
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