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Die Chroniken von Narnia - Prinz Kaspian von Narnia
The Chronicles of Narnia: Prince Caspian
USA |  2008 
Abenteuer | Fantasy
31.07.2008  (Österreich)
31.07.2008  (Deutschland)
16.05.2008  (USA)
Walt Disney Pictures | Stillking Films | Walden Media | Ozumi Films | Silverbell Films
Walt Disney Studios (Österreich)
Walt Disney Studios (Deutschland)
http://www.disney.de/DisneyKinofilme/narnia/ http://www.narnia.com/
Andrew Adamson
Andrew Adamson; Christopher Markus; Stephen McFeely; C.S. Lewis
Harry Gregson-Williams
Peter Dinklage; Predrag Bjelac; Shane Rangi; John Bach; Warwick Davis; Harry Gregson-Williams; Simón Andreu; Liam Neeson; Tilda Swinton; Eddie Izzard; Klára Issová; David Walliams; Ken Stott; Jan Pavel Filipensky; Curtis Matthew; Anna Popplewell; Hana Frejkova; Pierfrancesco Favino; Carlos Silva Da Silva; Sergio Castellitto; Georgie Henley; Skandar Keynes; William Moseley; Alina Phelan; Sim Evan-Jones; Douglas Gresham; Ephraim Goldin; Ben Barnes; Alicia Borrachero; Damián Alcázar
Inhaltsangabe
Seit dem tumultreichen Abenteuer der vier Pevensie-Geschwister im Narnia-Reich ist ein Jahr vergangen. Groß Britannien ist weiterhin von dem schrecklichen Krieg mit Deutschland geprägt, jedoch können die Vier sich nicht in dieser realen Welt zu Recht finden. Besonders Peter, der Älteste unter ihnen, versteht nicht, wieso er sich nach ihren Jahren als Könige eines Reiches wieder einem Kind gleich unterordnen soll. Plötzlich zerreißt die Fassade der Wirklichkeit und die Jünglinge finden sich in einem seltsamen Narnia wieder. Sie erkennen die Landschaften ihres Reiches nicht wieder. Denn während für die vier Monarchen nur ein einziges Jahr verging, zog ein ganzes Jahrtausend über das Land Narnia. Die edlen Tiere sind beinahe ausgestorben, ein eiskalter Mensch namens Miraz regiert nun das Reich. Seine größte Angst ist, dass nicht sein Sohn, sondern sein Neffe Kaspian die Thronfolge antreten könnte. Darum macht er unerbittliche Jagd auf den Jüngling. Im letzten Moment kommen dem Menschen die ausgestorben geglaubten Tiere zur Rettung. Nun werden die Tiere zusammen mit dem Gejagten und den vier Monarchen sich gegen das böse Imperium erheben …
Film Kritik
Drei Jahre sind verstrichen seit dem Kinostart des finanziell äußerst lukrativen ersten Teils der The Chronicles of Narnia-Reihe von C. S. Lewis. Die weltweiten Einspielergebnisse in der Höhe von 745 Millionen Dollar reizten die Produzenten so sehr, dass diese dem Regisseur Andrew Adamson erneut beauftragten, die berühmte Bücherreihe weiters zu verfilmen. Nachdem der zweite Teil der Bücherserie, The Chronicles of Narnia: The Lion, the Witch and the Wardrobe, verfilmt wurde, wird nun der vierte Part als Vorlage zur Hand genommen, um die Geschichte der Pevensie-Geschwister fortzusetzen.

Der preisgekrönte Fantasy-autor C. S. Lewis führte mit dem Roman Prince Caspian seine berühmte Reihe in eine weitere Runde. Seine Bücher beschreiben die Erlebnisse des schrecklichen zweiten Weltkrieges in einer „kinderfreundlicheren“, parabelartigen Erzählung. In The Lion, the Witch and the Wardrobe werden die Fronterfahrung des Krieges narrativ und psychologisch verarbeitet. In dem neuen Film wurde wieder ein äußerst sensibles Thema bearbeitet: Rassismus und die Verfolgung von Minderheiten. Das Buch zeigt auf simple Weise wie ethnische Gruppen, in diesem Fall die Tiere, dem Größenwahn einiger Wesen zum Opfer fallen. Eine äußerst traurige Sequenz ist das erste Antreffen mit den wieder „verwilderten“ Tieren. Wenn man zulange wie eine untere Kreatur behandelt wird, kann man nicht mehr seine Würde behalten. Doch während die Grundaussage sehr parabelartig interessant ist, kann die dramaturgische Struktur nicht mit dem Niveau der Botschaft mithalten. Die Geschichte ist simpel erzählt und bietet kaum ausgeklügelte Überraschungen. Eine wahrlich schlimme Entwicklung ist die Schwarz / Weiß-Malerei der Figuren und deren Handlungen. Während die „bösartigen“ Menschen (stets in Schwarz gekleidet), bis auf wenige Ausnahmen, sich stets gegenseitig in den Rücken fallen, kommen kaum Spannungen in dem Lager der „guten“ Widerstandskämpfer auf. Zwar wäre das Potential zwischen den machtsüchtigen König Peter und seinem Kontrahenten Prinz Kaspian vorhanden, jedoch verstecken sich die Drehbuchautoren hinter der Fassade des guten Gedankenguts. Sie sind gut, freundlich und hilfsbereit – also können sie gar nichts Böses unternehmen. Der Konflikt fehlt – die Spannung fehlt.

Regisseur Andrew Adamson hat sich anscheinend bei seinen Vorbereitungen zu dem zweiten Teil der Reihe sehr viel in den verschiedenen Filmforen herumgetrieben. Adamson nahm sich die Kritik an den Kampfszenen von Seiten der Fans zu Herzen und versuchte diese Schwäche von The Lion, the Witch and the Wardrobe bei der Fortsetzung auszubessern. Die für den Oscar nominierte Special Effects wurden noch einmal verbessert, die wunderschönen Landschaftsaufnahmen noch etwas verfeinert und schlussendlich die Ideen hinter den Schlachten weitaus überdacht. Adamson meisterte gekonnt seine eigens gestellte Aufgabe und präsentierte in The Chronicles of Narnia: Prince Caspian einige wahrlich grandiose Kämpfe. Natürlich erinnern eine Hand voll Ideen an die Kreationen von Tolkien, jedoch sollte man dies nicht so eng sehen. J. R. R. Tolkien ist eine Institution, an welche keine einziges mythisches Fantasy-Epos vorbei kann. Dennoch zeigt sich der neue Film von einer äußerst kreativen Seite. Die Bäume haben den Ents ähnlich ein Eigenleben, jedoch verstecken sie ihre Seele nicht hinter eine humanoide Fassade, sondern flüstern den Menschen durch ihre Blüten in Wind zu und kämpfen mit ihren mächtigen Wurzeln. Die Flut eines Gewässers sind nicht Pferde, sondern ein alter, majestätischer Königsgott. Ähnlichkeiten finden sich, doch Andrew Adamson findet in den C. S. Lewis-Werken stets originelle, frische Ansätze.

Fazit:
The Chronicles of Narnia: Prince Caspian ist visuell äußerst gelungen, jedoch dramaturgisch nicht perfekt ausgereift. Das Fantasy-Epos ist besser als sein Vorgänger und wird besonders unter den Narnia-Fans seine Freunde finden, jedoch jene, welche nichts mit dieser Welt anfangen können, sollten sich vielleicht auch von diesem Film fernhalten.
Kurz Kritik
(2.5/5)
(3.0/5)
(3.5/5)
(3.0/5)
(3.5/5)
(3.0/5)
(4.0/5)
(3.0/5)
Dieses Film Review wurde von Sebastian Klausner erstellt.


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