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| Originaltitel: |
Cassandra's Dream |
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| Produktionsland: |
USA 2007 |
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| Kinostart: |
06.06.2008 (Österreich) 05.06.2008 (Deutschland) 18.01.2008 (USA) |
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| Studio: |
Virtual Studios | Wild Bunch | Iberville Productions |
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| Verleih: |
Constantin Film (Österreich)
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| Darsteller: |
Maggie McCarthy; Tom Fisher; Andrew Howard; Colin Farrell; Tom Wilkinson; Ewan McGregor; John Benfield; Philip Davis; Jim Carter; Sally Hawkins; Richard Lintern; Tamzin Outhwaite; Clare Higgins; Richard Graham; Jennifer Higham; Peter-Hugo Daly; Lee Whitlock; Ashley Madekwe; Hayley Atwell; Keith Smee; Stephen Noonan; Dan Carter; Michael Harm; Hugh Rathbone; Allan Ramsey; Paul Davis; Terry Budin-Jones; Franck Viano; Tommy Mack; Milo Bodrozic |
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| Inhaltsangabe |
| "Cassandras Traum" taufen zwei Brüder ihr kleines Schiff, das sie gekauft haben, um ihre tristen Existenzen wenigstens ein bisschen mit Leben zu füllen. Einmal auch in der versnobbten „Upper-Class“ mitspielen, einmal dazu gehören, nichts sehnlicher wünschen sich Ian (Ewan McGregor), der im Restaurant des Vaters jobbt und dieses übernehmen soll, und Terry (Colin Farell), ein Automechaniker und Spieler. Verschiedener könnten zwei Brüder nicht sein und so richtig zusammen finden sie wohl nie. Und dennoch: Als ihnen ihr Onkel Howard (Tom Wilkinson) das Angebot ihres Lebens macht, können sie nur schwer ablehnen. Doch das süße Leben hat seinen Preis – denn für eine enorme finanzielle Zuwendung ihres Onkels müssen sie einen unliebsamen ehemaligen Mitarbeiter beseitigen... |
| Film Kritik |
Fast hätten wir ihn ja nur auf DVD zu sehen bekommen, den neuen „alten“ Film von Woody Allen. Cassandras Traum ist angesichts des aktuell fertiggestellten Projekts des kauzigen New Yorkers Vicky Cristina Barcelona bereits wieder Schnee von gestern. Aber jetzt kommt eben erst mal Allens modernisierte griechische Tragödie allen Hin und Hers zum Trotz in die Kinos.
Schon in Match Point erzählt Woody Allen die Geschichte eines Menschen, der, um gesellschaftlich aufzusteigen, alles tut. Nach der skurrilen Komödie Scoop mit Muse Scarlett Johansson folgt nun Teil drei der London-Filme Woody Allens. In der britischen Gesellschaft scheint Allen einen neuen Nährboden für seine Filmmotive gefunden zu haben – ähnlich wie bei Claude Chabrol und seiner Obsession mit der französichen Bugeoise. Cassandras Traum ist sicherlich der für sich genommen schwächste Film der drei; er könnte genau so gut „Matchpoint 2“ heißen und niemand würde sich daran stören. Allerdings fallen insbesonders die Dialoge des Films merklich gegenüber denen seiner Vorgänger ab: Kein süffisanter Witz, kein unterschwelliger Humor, stattdessen beinahe abgedroschene Plattitüden, wie man sie von Woody Allen eigentlich am wenigsten erwartet hätte. Der begeht nämlich den Fehler und siedelt seinen Film im Arbeitermilieu Londons an. Und davon hat Woody Allen nun einfach keine Ahnung. Bezeichnend vor allem, da mit Before the Devil knows you’re dead von Sidney Lumet gerade ein Film mit ähnlicher Thematik aber mit wesentlich mehr Drive, Dramatik und vor allem Verständnis für seine gesellschaftliche Schicht in den Kinos läuft.
Dennoch verfügt auch Cassandras Traum über ganz besonders eigenständige Qualitäten: Zu nennen wäre hier die Musik von Philip Glass, der erneut in seinen hypnotischen und getriebenen Klangbögen ein Exempel seiner Kunst statuiert. Auch die Kamerarbeit von Vilmos Zsigmond leistet veritables und die Schauspieler – allen voran natürlich Colin Farell und Ewan McGregor sind jeder für sich genommen hervorragend anzusehen. Gemeinsam nimmt man ihnen die Rolle des Brüderpaars eher nicht ab. In Nebenrollen glänzen Sally Hawkins (Happy-Go-Lucky) und die Newcomerin Hayley Atwell. Tom Wilkinson erfüllt den Part der überdominanten „Onkel“-Figur (denn ein bisschen Freud muss auch in diesem Woody Allen Film vorhanden sein), die das Schicksal der beiden Brüder zu besiegeln scheint, mit Bravour, wenngleich ihm nur sehr wenig Screentime gegeben ist.
Wie auch den griechischen Tragödien wohnt Cassandras Traum eine gewisse Konstruiertheit inne, die, wie ihre Vorbilder, auf ein „tragisches“ Ende hinausläuft. Hier rettet die Protagonisten nicht der Zufall wie in Match Point, sondern es scheint eher vorherbestimmtes Schicksal zu sein, dass beide aneinander scheitern. Vielleicht wäre es für potentielle Zuschauer besser, sie würden Match Point nicht kennen – so könnten sie sich unbefangener mit Cassandras Traum auseinandersetzen. Und wie bereits bei den Tragikern Sophokles und Aischylos, so erinnert auch Cassandras Traum in seiner biederen und durchschaubaren Inszenierung mehr an eine Theateraufführung als an einen Film. Das und die mageren Einspielergebnisse der letzten Woody Allen Filme im Kino mögen den Verleih wohl zu seiner ersten Reaktion, den Film nur auf DVD zu veröffentlichen, getrieben haben. Allein deshalb sollte der geneigte Zuschauer dem Film eine Chance geben, immerhin versteht es Allen trotz sichtlicher Schwächen sein Publikum zu fesseln. Aber vielleicht verhallen diese gut gemeinten Worte wie die Prophezeiungen der Kassandra? Der hat nämlich auch keiner zugehört. |
| Kurz Kritik |
| Story: |
    (2.5/5) |
| Musik: |
    (4.5/5) |
| Unterhaltung: |
    (3.5/5) |
| Anspruch: |
    (2.5/5) |
| Spannung: |
    (3.0/5) |
| Darsteller: |
    (3.5/5) |
| Gesamt: |
    (3.5/5) |
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