| Brügge sehen .... und sterben? |
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| Inhaltsangabe |
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| Es war Rays erster Hit. Sein erster Versuch in der Branche des Verbrechens Fuß zu fassen. Und alles ging schief. Neben seinem Ziel traf er auch ein junges, unschuldiges Kind, welches auf der Stelle starb. Harry, Leiter der Organisation, schickt Ray sofort mit seinem langjährigen Untergebenen Ken nach Brügge, damit sie sich dort erstmals verstecken können – so scheint es zumindest. Während Ray von Schuldgefühlen zerfressen wird, bekommt Ken den unehrenhaften Auftrag den Gefallenen zu exekutieren … |
| Film Kritik |
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| In Bruges – „Where is That?“ “It’s in Belgian.” Der Film verwandelt das verschlafene Touristenörtchen Brügge zu dem rasanten Schauplatz einer grotesken Jagd zwischen Ganoven - zumindest scheint es dies beim ersten Blick. Doch erst nach und nach wird Brügge sehen … und sterben? zu einer scharfsinnigen Tragödie über Schuld und Sühne. Der Tod des kleinen Jungen zerfrisst Ray innerlich und äußerlich und treibt ihn in die Enge, an den Abgrund seiner Selbst. Geschickt fädelt der Regie führende Oscarpreisträger Martin McDonagh diese lyrische Erzählung um Sünde und Verzweiflung in die einzelnen Ebenen des Werkes ein. Manch einer meint vielleicht, dass das Städtlein inakkurat abgelichtet wurde, jedoch tut dies rein gar nichts zur Sache. Brügge ist nur eine Metapher für das mittelalterliche Bestrafen, das Selbstgeißeln und den Sündenfall.
Der Regisseur umkreist einem Geier gleich sein düsteres Sujet und dringt dabei immer tiefer in die Materie. Während zunächst nur das oberflächliche Sightseeing die Verbindung mit dem Mittelalter gewährt, verdichten sich die Ansätze immer mehr in der Kunst von Bosch, in den Dialogen, aber auch sehr stark in der ruhigen, gotischen Musik, bis sie schließlich in dem fulminanten Finale in einer absoluten Irrealität aufgehen. McDonagh setzt bei diesem auf einer gänzlichen Verschmelzung zwischen der gotischen Scheinwelt der Stadt und dem Geschehen des Films. Trotz seiner scheinbar simplen Bildsprache baut der Regisseur eine unglaubliche Atmosphäre auf, die das Thema des Films gut erfasst. Für seinen Kurzfilm Six Shooter wurde McDonagh die Ehre des Academy Awards zuteil. Sein Spielfilmdebüt schließt leichtfüßig an dessen Qualität an, so darf man noch ohne Zögern sagen: Diesen Briten sollte man nicht aus den Augen lassen. Man kann sich noch viel Großes aus McDonaghs Hand erwarten ! Für In Bruges, so der weitaus zurückhaltendere Titel im Original, konnte der Regisseur und Drehbuchautor Martin McDonagh die Creme da la Creme des britischen Kinos gewinnen. Der Ire Colin Farrell als Nervenbündel Ray, sein Landsmann Brendan Gleeson als der gutmütige Kumpane und der Brite Ralph Fiennes als der cholerische Boss der beiden. All diese haben sich schon in unzähligen Filmen als drei der wichgtigsten Mimen der Insel unter Beweis gestellt und runden den Film dank ihrer Qualität als Meisterdarsteller perfekt ab. Keiner von den dreien kann oder wollte den anderen beiden die Show stehlen. Vielmehr spielen diese sich stets gegenseitig den Ball zu, um dem Regisseur und dem Film zu dienen. Farrell scheint, in einem positiven Sinn, fast wahrlich an dem Film zugrunde zu gehen. Der Zuschauer wird bei jedem seiner Auftritte von einem unglaublichen Gefühl der Trostlosigkeit überwältigt. Ihm stehen auch aufgrund des Drehbuches die größten Emotionen zu, welche er dankend ausnützt, um eine gigantische Performance abzuliefern. Obwohl Gleeson seinen Charakter sehr zurückhaltend begegnet, spürt das Publikum stets die Aura eines ganz Großen auf der Leinwand. Er ist die standfeste Brücke zwischen den Spielen von Farrell und Fiennes. Somit nun auch zu dem Letzten im Bunde. Fiennes kreiert eine Figur, die zugleich an den aggressiven Sir Ben Kingsley in Sexy Beast und an das reservierte, ehrenhafte Spiel Al Pacinos in The Godfather erinnern. Seine tiefe, gelassene Stimme lädt zum honetten Plausch, während sein eiskalter Blick einen von hinten erschießt. Eine Darbietung, die direkt an die Nieren geht. Fazit: Egal ob man den Film als tiefgründige, düstere Tragikomödie im britischen Stil oder als intelligentes, tristes Drama mit schwarzhumorigen Dialogen betrachtet: In Bruges ist ein wahres Juwel in der heutigen Kinolandschaft und sollte nicht verpasst werden ! |
| Kurz Kritik | |
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| Story: | ![]() ![]() ![]() ![]() (4.0/5) |
| Musik: | ![]() ![]() ![]() ![]() (4.0/5) |
| Unterhaltung: | ![]() ![]() ![]() ![]() (4.5/5) |
| Anspruch: | ![]() ![]() ![]() ![]() (4.5/5) |
| Spannung: | ![]() ![]() ![]() ![]() (4.5/5) |
| Darsteller: | ![]() ![]() ![]() ![]() (5.0/5) |
| Gesamt: | ![]() ![]() ![]() ![]() (4.5/5) |
| Dieses Film Review wurde von Sebastian Klausner erstellt. |
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(4.0/5)
(4.5/5)