Startseite
 DVD
Blu-ray
 Kino
 Zensur
 Games
 Forum
 Suche


DVD-Forum.at

Wirb ebenfalls für deine Seite
PAGERANK
Pagerank Backlink Linktausch ss4w.de - Pagerank Anzeige ohne Toolbar mit Statistik von ss4w.de

436 Besucher online



Der Goldene Kompass
The Golden Compass
USA | Großbritannien  2007 
Action | Abenteuer | Fantasy
New Line Cinema | Depth of Field | Ingenious Film Partners | Scholastic Productions | Rhythm and Hues

http://www.goldencompassmovie.com/
Chris Weitz
Chris Weitz; Philip Pullman
Alexandre Desplat
Jack Shepherd; Kathy Bates; Sam Elliott; Christopher Lee; Daniel Craig; Kristin Scott Thomas; Derek Jacobi; Nicole Kidman; Simon McBurney; Elliot Cowan; Magda Szubanski; Michael Antoniou; Ian McKellen; Jason Watkins; Ian McShane; Jim Carter; David Forman; Habib Nasib Nader; Freddie Highmore; John Franklyn-Robbins; Eva Green; John Bett; Paul Antony-Barber; Tom Courtenay; Clare Higgins; Thomas Arnold; Jody Halse; Bill Hurst; Edward de Souza; Steven Loton
Inhaltsangabe
Es gibt unendlich viele verschiedene Parallelwelten. Da wären solche wie die unsere, in der unsere Seele von dem Körper gefangen genommen wurde, aber auch solche wie jene, in der die Seelen als veränderliche Tiergestalten, die Dämonen, neben den Menschen die Welt bewandern. Jene ist der Schauplatz unserer Geschichte. Lyra ist ein aufgewecktes Waisenkind, das in der männlich dominierten Welt des Jordan College in Oxford lebt. Ihre einzige wirkliche Bezugsperson ist ihr Onkel Asriel, der aber zu ihrem eigenen Schutz einen sehr strengen Ton auflegt. Nachdem ihr forschender Onkel wegen des verloren geglaubten, mystischen Staubes hoch in die nordischen Lande gereist ist, ist Lyra Feuer und Flamme ihm zu folgen, doch niemand will sie lassen. Erst als die hoch angesehene und bezaubernde Marisa Coulter, ein Mitglied des herrschenden Magisteriums, bereitwillig die kleine Wilde unter ihre Fittiche nimmt, ist dem Kind erlaubt, ihr Refugium hinter sich zu lassen. Vor ihrer Abreise wird ihr aber noch von dem ältlichen Direktor der letzte Alethiometer, ein Instrument mit dem man die Wahrheit erfahren kann, mit den Worten „Zeige es keiner Seele!“ mitgegeben. Nun beginnt für die rothaarige Ungezähmte ein Abenteuer voller Hexen, Eisbären und einem goldenen Kompass als Begleiter…
Film Kritik
His Dark Materials ist einer der best verkauften Fantasy-Reihen der 90er und des frühen neuen Jahrtausends. Der Autor der Reihe, Phillip Pullman, kreiert ein neues Universum, das sich philosophisch mit der Religion, der Wissenschaft und der menschlichen Natur auseinandersetzt. Als Gegentrilogie zu der Narnia-Reihe von C. S. Lewis warf Pullmann ein sehr scharfen und kritischen Blick auf die autoritäre klerikale Welt, der besonders in dem abschließenden dritten Band spürbar ist, und heimste bei Erscheinen neben der äußerst positiven Resonanz sehr scharfe Kritik von der religiösen Front ein. Chris Weitz, der mit seinem Bruder die sehr erfolgreiche American Pie-Reihe einleitete, war Feuer und Flamme, den viel gelesenen Stoff zu verfilmen und ein britisch-amerikanisches Pendant zu dem neuseeländischen Meilenstein des Fantasy-Genres, Lord of the Rings, zu schaffen.

Die Weitz-Gebrüder wurden schon für ihre Arbeit an der Nick-Hornby-Adaption von About a Boy: oder der Tag der toten Ente von der Kritik sehr gelobt. Ihr Drehbuch konnte genau die essentielle Kraft des Vorbildes einfangen. Doch der Versuch, diese epische Geschichte des Buches Northern Lights, so der britische Originaltitel, auf die große Leinwand zu bannen, gelang Chris Weitz schon im Drehbuch nur mäßig. Statt eines großen Handlungsbogens, der sich langsam zu einem gewissen Höhepunkt entwickelt, findet der Zuschauer eine episodische Aneinanderreihung von kurzen Handlungen vor. Aber eben diese epische Erzählstruktur der Vorlage ist eine der positiven Eigenschaften, die diese gigantische Welt kreiert. Trotzdem sind besonders das interessante Universum und die Ideen von Pullman noch fragmentarisch in der Adaption erhalten geblieben. So bleibt der Film teilweise noch eine interessante Parabel über Macht und Freiheit. Zu diesen großen Ideen, die sich in diesem Werk verstecken, lassen sich stets eindringliche Parallelen zu unserer eigenen Vergangenheit, aber auch der heutigen Welt finden.

Die zweite Schwäche des Drehbuches ist der extreme Fokus auf Lyra, dem die anderen Figuren zum Opfer fallen. Zwar hält sich hierbei die Adaption sehr stark an seine Vorlage, aber kann dieses Erwachen der Jugend nicht so deutlich wie einst die Vorlage zeigen. The Golden Compass konzentriert sich sehr stark auf die Kinderdarstellerin Dakota Blue Richards, die auch die Gefühlswelt von Lyra authentisch wiedergeben kann. Jedoch kann man die gewünschte Entwicklung von den Stadien „unschuldiges Kind“, „rebellischer Jugendlicher“ und „aufgeklärter Erwachsener“ nicht mitverfolgen. Viel mehr wirkt Richards durch ihre zerzauste, feurige Frisur und ihren leidenschaftlichen, dunklen Augen stets wie der nach der Wahrheit suchende Rebell. Unverzeihlicher ist jedoch die Gefangennahme der namhaften Schauspieler. Alle, egal ob Nicole Kidman, Daniel Craig oder auch Christopher Lee, der sich höchstens zwei Minuten auf der Leinwand bewegen darf, streben nach einer gewissen Entfaltung ihrer Figur, welche ihnen aber aufgrund der sehr begrenzten Anzahl ihrer Leinwandauftritte verwehrt bleibt. Nur sehr wenige wie etwa Sam Elliot als klassischer Westernarchetyp können einen famosen Auftritt in ihren wenigen Szenen vollbringen.

Regisseur Chris Weitz komponiert sowohl schöne als auch düstere Bilder, die sich zwar sehr stark an die Norm halten, aber trotzdem unterhalten können. Leider stellt er sich dabei und auch teilweise die finanziellen Begrenzungen ihm in verschiedenen Hinsichten ein Bein. Seine Schnittwahl kann als wirr aufgefasst werden. Denn manchmal schafft der Regisseur einen dynamischen Szenenaufbau, dem er aber durch einen gewaltsamen Schnitt nicht nur jegliche Energie raubt, sondern sogar manchmal ins Negative zieht. Denn wenn beispielsweise er zunächst mit einem längeren Schwenk versucht, diese Welt mit der Kamera aufzufangen, und plötzlich mit einen Gegenschwenk den Zuschauer komplett aus dem Filmfluss reißt, kann die oben genannte Dynamik sogar zu einer Disharmonie führen. Seine weitere bildnerische Gestaltung und künstlerischer Spielraum sind sehr abhängig von den Dämonen und anderen großen Special Effect-Shots. Der Großteil der Tierwelt ist aus den Rechnern entnommen, und so wirkt er leider auch. Auch die verschiedenen, äußerst fantasiereichen Hintergründe wollen nicht mit den vor dem Bluescreen agierenden Schauspieler verschmelzen. Im Gegenzug können die sehr schönen Kostüme, die einen edlen Flair der 30er mitbringen, und die groß angelegte Ausstattung dem Publikum viele gelungene Schauwerte liefern.

Fazit:
Der Vergleich mit Herr der Ringe schadet mehr als, dass er hilft. Immer mit dem großen Opus unserer letzten Jahre im Kopf kann man sich an das Werk nur mäßig erfreuen. Doch ohne dieses Gespenst darf der Zuschauer gute Fantasykost mit politischem Hintergrund genießen.
Kurz Kritik
(3.0/5)
(3.5/5)
(3.5/5)
(2.5/5)
(3.0/5)
(3.0/5)
(3.0/5)
(3.0/5)
Dieses Film Review wurde von Sebastian Klausner erstellt.


DVD-Forum.at - Forum | Werben auf DVD-Forum.at | Doblmann.de | DVD-Easy | DVD-Palace | DVDiggle | PAL NTSC FILM Umrechner