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Ratatouille
Ratatouille
USA  2007 
Komödie | Animation | Kinder-/Familienfilm
Walt Disney Pictures | Pixar Animation Studios

http://www.ratatouille.com/
Brad Bird; Jan Pinkava
Brad Bird
Inhaltsangabe
„Jeder kann kochen !“ Dies ist die Lebensphilosophie von Meisterkoch Gusteau, der die Bevölkerung von Paris mit seiner Cuisine verzaubert. Doch als Anton Ego, der härteste Kritiker des Landes, eine vernichtende Kritik über Gusteaus Küche und dessen 5-Sterne-Restaurant präsentiert, folgt die Abstufung auf nur noch 4 Sterne. Gusteau konnte den Schock nicht aushalten und starb – was traditionsgemäß einen weiteren Stern gekostet hat. Das Restaurant verschwindet in der Versenkung …
„Jeder kann kochen !“ Das ist, was Remy auch denken will: Er besitzt einen exzellenten Geruchs- und Geschmacksinn, weiß wie man mit den richtigen Zutaten ein Feuerwerk des Geschmacks im Mund kreiert und ist eine Ratte – was ihm ein bisschen im Weg zum Gipfel der Meisterköche steht. Nachdem er von seiner Kolonie abgeschnitten wird, landet er in Paris – direkt unter dem Restaurant von Gusteau. Dort versucht sich gerade Linguini, der neu eingestellte Küchenjunge, als Koch und ruiniert eine exzellente Suppe. Remy schafft es gerade noch die Speise zu retten und muss die Suppe fast mit seinem Leben bezahlen. Doch anstatt der Todesstrafe erwartet Remy einen Pakt mit Linguini, der die beiden zusammen zum perfekten Koch macht …
Film Kritik
Das achte Animationsabenteuer aus dem Hause Pixar reiht sich qualitativ problemlos an seine Vorgänger an. Pixar hat sich für ihren neuen Streich wieder Regisseur Brad Bird geholt, der sich schon mit The Incredibles nicht nur einen Namen in der Computeranimationsbranche gemacht hat, sondern sich sogar einen Oscar sichern konnte. Bird bringt seine Stärke, die er schon in seinem letzten Projekt bewiesen hat, erneut in die Produktion mit und wertet den Film perfekt auf: Seine Regie holt alles aus dem Animationsfilm raus und verwandelt Ratatouille in eine actionreiche Achterbahn, die aber stets wohlüberlegt von ruhigen Szenen unterbrochen wird. Schon in Die Unglaublichen konnte Brad Bird beweisen, dass er ein exzellentes Händchen für Actionssequenzen besitzt, welches er hier erneut unter Beweis stellt: Seine Regie wirkt wunderbar dynamisch und er bewegt seine virtuelle Kamera leichtfüßig über die irreale Landschaft. Aber Brad Bird konnte auch die ruhigeren Sequenzen perfekt in Szene setzen. Denn mit einer sehr sensiblen Beleuchtung gelang es ihm, die Atmosphäre der Stadt der Liebe einzufangen. Einige Einstellungen erinnern dem Zuseher an exzellent fotografierte Postkarten von Paris und lässt sie in Träumerei und Schwärmerei für die Metropole versinken.

Neben der Regie ist eindeutig ein weiteres Highlight die stets subtile Gestaltung von Pixar-Charaktere – sowohl die innerliche als auch die äußere. Die Figuren sind alle individuell und sehr originell. Der Zuschauer versteht die Vorgehensweise und die Bedürfnisse der einzelnen Charaktere. Es gibt in diesem Film nicht wie in einigen mäßigen Kinderanimationsfilmen eine typische Schwarz / Weiß-Malerei, die den „Guten“ als simplen Guten darstellt und den Bösen als den Überbösewicht abstempelt. So wird Remy immer wieder hin und her gerissen zwischen der Welt der Menschen und der Ratten, und die beiden Gruppierungen werden mit profunden Argumenten unterstützt. Somit versteht man Remys inneren Kampf, damit er die richtige Entscheidung trifft. Man erfährt eigentlich über den „Hauptbösewicht“, den Kritiker, in den ersten ¾ des Films eher wenig – er besitzt auch kaum Screentime in diesem Teil und hängt eher wie ein Damoklesschwert über den Häuptern der Hauptdarsteller – doch wird im Schlussteil einfach nur perfekt charakterisiert. Die äußere Darstellung der Figuren darf sich auf keinen Fall hinter der inneren verstecken, da sie genial die Figuren vervollständigt. So liebt man zum Beispiel Ego, der das Aussehen eines der besten Bösewichte überhaupt hat. Mit langen, dürren Beinen schleicht er wie einst Nosferatu durch die Gänge. Seine Gestik perfektioniert mit dürren, kafkaesken Finger, die einem an knochige Spinnenbeinen erinnert, und die Mimik stets mit einem bittersüßen, arroganten Blick verziert. Nicht umsonst besitzt er wohl auch das genialste Zimmer des Films. Düster, elegant und den Querschnitt eines Sargs…

Neben Brad Bird holte man sich auch erneut Michael Giacchino, der schon mit dem Regisseur bei The Incredibles zusammengearbeitet hat und einen intensiven Soundtrack für diesen schrieb, der die Hommagen der Bilder auch in die akustische Ebene versetzt. So wie Giacchino eben in der letzten Arbeit für Pixar den Geist des Filmes auf subtile und nicht aufdringliche Art unterstreicht, kann er hier in dergleichen Weise den Charme von Ratatouille noch weiter hervorheben. Der Komponist hat versucht eine gewisse französische Stimmung in den Soundtrack zu bringen und schafft dies, indem er sehr auf harmonische und doch leidenschaftliche Töne setzt.

Fazit:
Nach dem technisch perfekten, aber insgesamt nicht fehlerfreien Cars meldet sich Pixar mit Ratatouille, dem wohl genialsten Computeranimationsfilm seit Langem zurück: Originell in der Komposition, innovativ im Humor und mit einer superben Animation als Sahnehäubchen – Einfach nur köstlich !
Kurz Kritik
(4.5/5)
(4.5/5)
(5.0/5)
(4.0/5)
(4.5/5)
(5.0/5)
(5.0/5)
(4.5/5)
Dieses Film Review wurde von Sebastian Klausner erstellt.


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