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Collateral
Collateral
USA  2004 
Action | Thriller
DreamWorks SKG | Paramount Pictures | Parkes/MacDonald Productions

Michael Mann
Stuart Beattie
James Newton Howard
Klea Scott; Brandon Molale; Troy Blendell; Tom Cruise; Jamie Foxx; Jada Pinkett Smith; Mark Ruffalo; Peter Berg; Bruce McGill; Irma P. Hall; Barry Shabaka Henley; Richard T. Jones; Bodhi Elfman; Debi Mazar; Javier Bardem; Emilio Rivera; Jamie McBride; Ken VerCammen; Charlie E. Schmidt Jr.; Michael Bentt; Ian Hannin; Robert Deamer; David Mersault; Anthony Ochoa; Omar Orozco; Edgar Sánchez; Cosme Urquiola; Thomas Rosales Jr.; Wade Williams; Paul Adelstein
Inhaltsangabe
Max (Jamie Foxx) ist Taxifahrer in Los Angeles. Er macht den Job bereits seit 12 Jahren, kennt die Straßen der Stadt wie seine Westentasche. Eines Nachts steigt der Geschäftsmann Vincent (Tom Cruise) in sein Taxi und bietet Max $600 an, wenn er ihn die gesamte Nacht über zu verschiedenen Adressen in Los Angeles fährt und ihn am Morgen rechtzeitig am Flughafen absetzt. Max zögert zwar etwas, willigt aber schlussendlich ein. Bald stellt sich jedoch heraus welchen Geschäften Vincent wirklich nachgeht. Er ist ein Auftragskiller, der sich mit dem Taxi zu seinen 'Klienten' bringen lässt. Jetzt ist es für Max aber zu spät um aus dem Deal auszusteigen, immer tiefer wird er in die finsteren Machenschaften seines Fahrgastes verstrickt...
Film Kritik
Lichter der Großstadt -----
Wie auch schon frühere Filme von Michael Mann (HEAT, ALI) gerät auch COLLATERAL zur aufregenden, visuellen Stilübung in Cinemascope. Liebevoll gleitet die Kamera durch die nächtlichen Straßen der Metropole, fängt glitzernde Lichter ein, die sich in Auslagen, Gebäuden und Fensterscheiben wiederspiegeln und sich dabei selbst ins Unendliche reproduzieren. Los Angeles als Stadt der Träume. Max hat auch einen Traum, er möchte seinen Job als Taxifahrer an den Nagel hängen und ein Limousinen Service betreiben. Obwohl er bereits 12 Jahre Taxifahrer ist, betrachtet er es immer noch als temporären Job, träumt weiter seinen Traum und überwindet melancholische Momente mit einem kurzen Blick auf das Bild einer malerischen Südseeinsel. Die Figur des Killers Vincent ist die scheinbare Antithese dazu. Für ihn sind zwischenmenschliche Kontakte präzise kalkulierte Risikofaktoren, ein notwendiges Übel als tief gezogene Grenze aus Isolation und emotioneller Gleichgültigkeit, die er wiederum auf seine Umwelt projiziert. Das Ende aller Träume - ein einsamer Wolf auf einer palmengesäumten, spärlich beleuchteten Straße inmitten einer Stadt, in der ein Verstorbener in einem Zug erst nach acht Stunden und mehreren Fahrten bemerkt wird... All das verpackt Regisseur Michael Mann in einen Film, der einzelne Szenen nicht nur aufgrund ihrer handlungstragenden Elemente bestehen lässt. COLLATERAL ist ebenso ein Lesen zwischen den Zeilen, zwischen den Storylines und zwischen den Bildern, die manchmal buchstäblich vor den Augen des Zusehers ins Unscharfe verschwimmen.

To Live and Die in L.A. -----
Beide Hauptdarsteller bieten absolut sehenswerte Performances. Tom Cruise gibt den Killer als gefühlskalten, effizient und eiskalt denkenden Logiker, den er jedoch nicht zum irren Psychopathen dämonisiert. Weniger ist eben manchmal mehr. Besonders gelungen ist die Darstellung des Taxifahrers, gespielt von Jamie Foxx. Die Figur ist schön ausbalanciert. Ein liebenswerter Träumer, der trotz allem eine gewisse Bewunderung für manche Charaktereigenschaften des Killers hegt, aber Angst davor hat es sich einzugestehen. Eine sehr vielschichtige Performance, welche durch ein gut konzeptioniertes Dialogscript ein rundes Gesamtbild ergibt. Die Geschichte von COLLATERAL hebt sich in ihrer Grundidee wohlwollend von anderen Thrillern ab, kann durchaus eine gewisse Originalität für sich beanspruchen. Obwohl im Verlauf der Handlung viele genretypische Situationen auftauchen, entsteht aber in Summe betrachtet nicht der Eindruck, dass man Ähnliches schon oftmals gesehen hat. Nicht zuletzt daraus kann der Film einige Spannung beziehen, die, in Kombination mit den Darstellern, einen dramaturgisch schönen Bogen ergibt und auch Raum für manch unerwartete Wendung bietet.

Los Angeles Plays Itself -----
COLLATERAL ist auch ein Location Movie. Anstelle von Studiosets und CGI's setzt der Film auf viele Außenaufnahmen realer Schauplätze. Regisseur Michael Mann hat die Begabung Los Angeles auf eine Art und Weise zu zeigen, die den Schauplatz sowohl inhaltlich, als auch atmosphärisch in den Film integriert. Der Schauplatz wird zur eigenen Figur im Film, ist untrennbar damit verbunden. Daraus ergeben sich Stimmungen, die über den gesamten Film hinweg mitschwingen. Ein Film mit Flair eben! Geschickt kombiniert Mann diese Außenaufnahmen mit den (wie immer) wunderschön ausgeleuchteten Sets verschiedener Clubs, ohne es dem Filmschnitt dabei zu erlauben die Szenen auf hektisch montierte Videoclips zu trimmen. COLLATERAL ist ein Film, der sich Zeit lässt. Ein Film, der einen ausgeprägten Sinn für Rhythmus (visuell und akustisch) aufweist und dabei weitgehend eine fließende Dramaturgie aufrecht erhält. COLLATERAL ist eben nicht nur ein Film, der sich darauf beschränkt rasch und effizient eine Geschichte zu erzählen... es ist auch ein Film, der genug Zwischenräume hat um darin träumen zu können. Und wo lässt es sich schöner träumen als im Kino...
Kurz Kritik
(3.5/5)
(4.5/5)
(4.0/5)
(3.5/5)
(4.5/5)
(4.0/5)
(4.0/5)
Dieses Film Review wurde von Alex Bielesch erstellt.


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